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Abszess
Verkapselter, mit Eiter gefüllter Hohlraum im Gewebe (Eiterbeule), der sich meist aufgrund einer bakteriellen Entzündung bildet. Auslöser können Wunden und ständig gereizte Hautpartien sein.
Achromobacter xylosoxidans
Weit verbreitetes stäbchenförmiges Bakterium, das im Boden und Wasser vorkommt. Multiresistenter Keim, der schwere Infektionen bei Menschen mit unterdrücktem Immunsystem auslösen kann.
Adenosintriphosphat (ATP)
Universeller verfügbarer Energiespeicher und Energietransporteur, der in allen lebenden Zellen, besonders in Muskelzellen, vorhanden ist. ATP besteht aus Adenosin und drei Phosphatresten, die untereinander verbunden sind. Adenosin wird aus Adenin und Ribose gebildet. Die Energie wird in der Bindung des dritten Phosphatrestes gespeichert, die bei der Hydrolyse (Abspaltung unter Einfluss von Wasser) dann frei werden kann.
ADHS
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Syndrom. Zusätzlich zu den Symptomen von ADS zeigen Betroffene eine ausgeprägte körperliche Unruhe.
ADS
Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom ist eine neurobiologische Entwicklungsstörung, die bei Jungen deutlich häufiger auftritt als bei Mädchen. Betroffene sind in ihrer Konzentrationsfähigkeit erheblich eingeschränkt. Sie sind leicht ablenkbar, oft motorisch unruhig oder verträumt. Weitere Charakteristika sind ein oberflächlicher und sprunghafter Wahrnehmungsstil. Reizeinflüsse können nicht gut sortiert und organisiert werden. Patienten reagieren impulsiv und ecken dadurch oft mit ihrem Verhalten an.
Affinität
Beschreibt die „(bio-)chemische Triebkraft“ von Molekülen, Elementen und Ionen sich gegenseitig anzuziehen und/oder sich zu verbinden. Der Begriff wird auch bei der Anlagerung von Zellen an extrazelluläre Strukturen verwendet.
Agromyces ramosus
Hauptsächlich im Boden vorkommendes Bakterium das sich von Nahrungsrückständen eines Wirtsorganismus ernährt ohne diesen jedoch zu schädigen.
Akne
Eine der häufigsten Hautkrankheiten. Bedingt durch hormonelle Veränderungen sind hauptsächlich Jugendliche ab dem 11. Lebensjahr betroffen. 60 % leiden an der harmlosen physiologischen Akne und haben lediglich ein bis zwei Jahre mit den Auswirkungen der Hautkrankheit zu tun. 40 % leiden an einer ausgeprägten Form der klinischen Akne, die 5 bis 20 Jahre anhalten kann und fachlicher Behandlung bedarf. Akne ist eine Sammelbezeichnung für Erkrankungen des Talgdrüsenapparates und der Haarfollikel, die zunächst nichtentzündliche Mitesser (Komedonen) hervorbringen, im späteren Verlauf aber auch eine Reihe entzündlicher Sekundäreffloreszenzen wie Papeln, Pusteln und Knoten entstehen lassen können.
Aktionspotential
Die elektrische Spannung einer Nervenzelle, die erreicht werden muss, damit eine Weiterleitung einer elektrischen Erregung durch Veränderung des Membranpotentials passiert. Aktionspotentiale in Zellen sind elementar für jegliche Form der Reizübertragung.
Akupunktur
Teilgebiet der traditionellen chinesischen Medizin (TCM). Akupunktur wurde ca. vor 3.000 Jahren entwickelt. Der Name ist vom Lateinischen abgeleitet und bedeutet wörtlich übersetzt Nadelstechen. Diese Behandlungsmethode geht von der Lebensenergie des Körpers aus (Qi), die auf definierten Leitbahnen beziehungsweise Meridianen zirkuliert und einen steuernden Einfluss auf alle Körperfunktionen hat. Ein gestörter Energiefluss wird für Erkrankungen verantwortlich gemacht. Durch Stiche in auf den Meridianen liegende Akupunkturpunkte soll die Störung im Fluss des Qi behoben werden.
Akutmedizin
Umfasst alle therapeutischen Maßnahmen sowie Lehrinhalte, die medizinische Sofortmaßnahmen bei akuten Krankheiten und Unfällen betreffen.
Alkalose
Störung des Säure-Basen-Haushaltes, die ein Ansteigen des pH-Wertes im Blut bewirkt. Steigt dieser über 7,45 spricht man von Alkalose (der Normalwert beim Mensch liegt zwischen pH 7,35 und 7,45). Ein pH-Wert über 7,7 ist generell lebensbedrohlich. Es wird zwischen respiratorischer Alkalose (übermäßiges Abatmen von Kohlendioxid durch Hyperventilation) und metabolischer Alkalose (starkem Erbrechen, Zufuhr basischer Substrate oder Störung der Nierenfunktion) differenziert. Mit dem Anstieg des pHs steigt auch die Anzahl an negativer Ladungsträger durch Bildung von Hydroxidionen (OH-) im Blut und damit das/die negative Potential/Spannung im Blut. Ggs. Azidose.
Alpha-Liponsäure (ALA)

Chemische Summenformel: C8H14O2S2.

Funktionen:

a) als Antioxidans zur Neutralisierung freier Radikale (Hauptursache für beschleunigte Zellalterung und Zellzerstörung)

b) Entgiftung bzw. Ausleiten von Schwermetallen, Toxinen und Radioaktivität und

c) zentrale Rolle bei der Energiegewinnung im Zuckerstoffwechsel innerhalb der Mitochondrien (Energiekraftwerken der Zellen).

In geringen Menge baut der menschliche Körper ALA selbst auf. In Nahrungsmittel findet man höhere Konzentrationen in rotem Fleisch (Leber, Herz, und Niere). Spuren davon sind auch in Spinat, Brokkoli oder Tomaten enthalten.

Alzheimer Demenz
Häufigste Form der Demenzerkrankungen. Rund 60 % aller Demenzen werden durch diese Krankheit hervorgerufen. Im Krankheitsverlauf sterben in bestimmten Bereichen des Gehirns die Nervenzellen aufgrund einer Fehlregulation des Gleichgewichts des Botenstoffs Glutamat. Man spricht auch von einer neurodegenerativen Demenz. Der Schulmedizinische Ansatz der Behandlung von „Alzheimer“ ist das Regulieren der Störungen im Bereich der Botenstoffe durch die Gabe von Antidementiva (z.B. Memantine).
Anaerob
Bedingungen unter denen sich ein Stoffwechselvorgang unter Ausschluss von Sauerstoff vollzieht.
Anion
Elektrisches Teilchen (Ion), das negativ geladen ist und sich im elektrischen Feld zur Anode (Pluspol) bewegt. Ggs. Kation.
Anorganische Stoffe
Sammelbezeichnung für chemische Elemente und kohlenstofffreie Verbindungen sowie für Systeme oder Prozesse der unbelebten Natur. Ausnahme für Kohlenstoffverbindungen sind jedoch Kohlenmonoxid (CO) Kohlendioxid (CO2), Carbonate (EIICO3/EI2CO3) und Carbide(ExCy). In der anorganischen Chemie werden ca. 50 000 chemische Verbindungen beschrieben. Neben den anorganischen Verbindungen Wasser, Kohlendioxid und Sauerstoff (O2), die von zentraler Bedeutung für fast alle biologischen Systeme sind, üben besonders (anorganische) Salze und deren Ionen als Aktivatoren für Enzyme, bei osmotischen Prozessen, bei der Nervenleitung (Erregungsleitung) oder in Ökosystemen wichtige biologische Funktionen aus. Ggs. Organische Stoffe/Verbindungen.
Antibiotisch
Gegen Mikroorganismen wirkend. Dabei wird gezielt das Wachstum von Bakterien und Pilzen gehemmt oder diese abgetötet.
Antioxidans (sing.) Antioxidantien (pl.)
Unter einem Antioxidans versteht man eine niedermolekulare Gruppe oder ein Enzym, das den Organismus vor reaktiven Sauerstoffspezies (ROS) und damit vor oxidativem Stress schützen soll. Antioxidantien verlangsamen oder unterbinden die Oxidation von anderen Substanzen und haben eine große physiologische Bedeutung als Radikalfänger. Als Elektronendonoren geben sie zur Neutralisation von Radikalen Elektronen an diese ab und inaktivieren so dessen schädigende Wirkung.
Apoptose
Selbstinduzierter Zelltod bei eukaryotischen Zellen (besitzen einen das Erbgut umgebenden Zellkern). Dieser festgelegte Ablauf der Selbstzerstörung ist genetisch programmiert. Schätzungsweise 80 Milliarden Körperzellen sterben täglich bei einem Erwachsenen durch Apoptose ab und werden neu gebildet. Im Leben kommt es insgesamt zu einem mehrfachen Austausch aller Zellen des menschlichen Körpers. Apoptose ist nicht mit Nekrose (siehe dort) zu verwechseln.
Aquaporine
Proteine (Eiweiße) die Kanäle in der Zellmembran formieren, die den Ein- und Auslass von Wasser sowie von einigen anderen Molekülen in die bzw. aus den Zellen steuern.
Arteriosklerose
Ablagerung von Fett, Thromben, Bindegewebe und Kalk in den Blutgefäßen (Schlagadern) bzw. deren Verhärtung. Die Arteriosklerose verläuft oft über lange Jahre asymptomatisch (ohne erkennbare Symptome). An den Gefäßwänden kommt es zunächst zur Bildung von arteriosklerotischen Plaques (kleine fleckförmige entzündliche Veränderungen der Blutgefäße), die zusammenwachsen (konfluieren) und zu einer allmählichen Einengung des Blutgefäßes führen können. Kommt es zu erheblichen Einengungen der Gefäße oder sogar zu Verschlüssen, dann resultiert meist eine Funktionseinschränkung oder der Infarkt. Ein weiteres Risiko sind Risse in der Gefäßwand aufgrund der erhöhten mechanischen Belastung. Dies kann zur Einblutung und/oder zur Bildung von Thromben (Blutgerinnsel) führen. Letztere können in andere Gewebe ausgeschwemmt werden und dort zum Verschluss von Gefäßen (Embolie) mit nachfolgender lokalen Sauerstoffmangel (Hypoxie) und Gewebetod (Nekrose) führen.
Arthritis
Gelenkentzündung, die die Gelenk umhüllende Gelenkhaut betrifft. Die entzündete Gelenkhaut kann Knorpel und Knochen angreifen und somit eine Zerstörung der Gelenkoberfläche und des Knochens bewirken. Im Zusammenhang mit der Arthritis treten Schwellungen, Schmerz, Überwärmung, Rötung und Funktionsbehinderung auf. Stärke und Form der Entzündungen hängen davon ab, ob es sich um eine akute oder chronische Arthritis handelt. Bei einer Gelenkentzündung tritt der Schmerz charakteristischerweise in Ruhe auf und wird bei Bewegung gelindert. Bei starken Entzündungen kann es zu nächtlichen Gelenkschmerzen kommen, die die Betroffenen aufweckt. Die häufigste entzündliche Gelenkerkrankung ist die rheumatoide Arthritis oder auch als chronische Polyarthritis bezeichnet. Es sind mehrere Gelenke entzündet, die sich im Laufe der Zeit verformen und schließlich unbeweglich werden können.
Arthrose
Schädigung eines Gelenkes durch Verlust des die Gelenkenden bedeckenden Knorpels (Verschleiß). Die Gelenkenden werden rau und reiben beim Bewegen des Gelenkes aneinander. Dadurch kommt es zu Schmerzen, gelegentlich auch zu einer Entzündung (sogenannte aktivierte Arthrose). Ursachen sind Schäden durch Überbeanspruchung, z.B. Sport, Schwerarbeit und hohes Körpergewicht, angeborene oder traumatisch bedingte Fehlstellungen der Gelenke oder auch knöcherne Deformierung durch Knochenerkrankungen wie Osteoporose sowie die Alterung des Gelenkknorpels mit einer reduzierten Durchlässigkeit für Nährstoffe. Folgen sind Erweichung, Rissbildung und Erosion des Knorpels. Die Arthrose kann ebenfalls als Folge der Arthritis (Gelenkentzündung) entstehen (sekundäre Arthrose).
Aspergillus nidulans
Die Fähigkeit der Gießkannenschimmelarten (Aspergillus), auf vielen verschiedenen Böden unter einem breiten Spektrum von Umweltbedingungen zu leben, ist Grund dafür, dass einige Arten auch lebende oder tote Gewebe von Menschen oder Tieren bewachsen können. Der Befall von lebendem Gewebe ist der Auslöser verschiedener Krankheiten. Ein solcher Befall ist aber immer zufällig, da alle Aspergillus-Spezies eigentlich Fäulnisbewohner sind. Neben dem direkten Befall von Gewebe produzieren viele Aspergillus-Arten giftige sekundäre Stoffwechselprodukte oder Allergene.
Atmungskette
Aus zahlreichen Einzelschritten bestehender Ablauf von chemischen Redoxreaktionen, die durch ein Multienzymkomplex innerhalb der Mitochondrien (Energiekraftwerke der Zellen) katalysiert wird. Dabei werden enzymatisch gesteuerte Elektronen auf den Sauerstoff übertragen, welcher mit zwei Protonen (H+) zu Wasser reduziert wird. Die direkte Oxidation von Wasserstoff, bekannt als Knallgasreaktion: 2 H2+O2 = 2 H2O), verläuft explosionsartig und ist daher als zelluläre Energiequelle nicht geeignet. Durch die Atmungskette wird die Knallgasreaktion in zahlreiche, unter physiologischen Temperaturen ablaufende Einzelschritte zerlegt, wodurch die frei werdende Energie in kleinen und daher durch die Zelle kontrollierbaren Portionen anfällt.
Ayurveda
Altindische Bezeichnung für die Wissenschaft vom Leben. Nach traditioneller Definition ist die Absicht dieser Wissenschaft, die Gesundheit des Gesunden zu erhalten und den Kranken zu behandeln. Ayurveda ist nicht nur eine Heilkunde, sondern eine umfassende Gesundheitslehre. Über viele Jahrhunderte sind hier Erfahrungen ganzer Ärztegenerationen zusammengetragen worden.
Azidose
Störung des Säure-Basen-Haushaltes, die ein Absinken des pH-Wertes im Blut bewirkt. Fällt dieser unter 7,35 spricht man von Azidose (der Normalwert beim Mensch liegt zwischen pH 7,35 und 7,45). Ein pH-Wert unter 7,1 ist generell lebensbedrohlich. Es wird zwischen respiratorischer Azidose (unzureichende Abatmung von Kohlendioxid), metabolischer Azidose (hohe Konzentration von sauren Stoffwechselprodukten, z.B. bei Zuckerkrankheit oder chronischer Nierenerkrankung) und Anaerober Glykolyse (Gewebeazidose durch Sauerstoff- und/oder Insulinmangel) differenziert. Mit dem Absinken des pHs steigt auch die Anzahl an positiven Ladungsträger durch Bildung von Hydroniumionen (H2O und H+ bilden ein H3O+) im Blut und damit das/die positive Potential/Spannung im Blut. Ggs. Alkalose.
Bacillus subtilis
Auch als Heubazillus bezeichnet, ist ein weit verbreitetes stäbchenförmiges, Geißelbakterium. Aufgrund der hohen Hitzeresistenz seiner Sporen werden diese als Indikator bei entsprechenden Sterilisationsprozessen in Pharmazie, Medizin und Lebensmittelindustrie eingesetzt. Dieser Mikroorganismus kann unter äußerst seltenen Umständen aber auch pathogen wirken, z. B. kann es bei Augenverletzungen und Eindringen des Bakteriums zur Blindheit kommen (Panophthalmie).
Bakterizid / bakterizid
Chemischer Wirkstoff (Antibiotika oder Desinfektionsmittel), der Bakterien abtöten oder das Wachstum hemmt. Die Eigenschaft nennt man bakterizid („bakterienabtötend“) oder antibakteriell.
Bindegewebe
Sammelbegriff für den Binde- und Stützapparat des Körpers. Es dient der Umhüllung und Unterteilung der Organe und bettet sowohl die Organe als auch die Nerven und Blutgefäße ein. Es besteht aus den eigentlichen Bindegewebszellen und der Zwischenzellsubstanz, die flüssig, halbflüssig oder fest sein kann, oft sind noch besondere Fasern eingelagert. Das Bindegewebe baut unter anderem Milz, Knochenmark und Lymphknoten auf, bildet die Umhüllung von Muskeln und speichert Fett sowie Wasser. Durch Einlagerungen werden Sehnen und Bänder aufgebaut und es entstehen Knorpel und Knochen.
Biometeorologie
Teilgebiet der Meteorologie, welches sich speziell mit den direkten und indirekten Einflüssen der Atmosphäre auf den Menschen und andere Lebewesen befasst. Synonyme Begriffe sind die Medizinmeteorologie, die Bioklimatologie und Meteorobiologie. Zentrale Fragestellung ist die Beziehung zwischen Wetter und Gesundheit.
Biophoton(en)
Auch als inneres Licht bezeichnet, sind nach Fritz Albert Popp aus dem lebendem Gewebe austretende, sehr schwache Photonen (kleinste Lichtquanten/-energien) bzw. elektromagnetische Strahlung (Wellenlänge 200-800 nm, ca. 100 Photonen pro s und cm2). Zellen kommunizieren über diese Quantenaussendungen miteinander und steuern so ihre Biochemie.
Bordetella parapertussis
Stäbchenförmiges Bakterium, das keuchhustenähnliche Krankheitsbilder oder akute Bronchitis verursachen kann. Es lässt sich nur schwer von den verwandten Arten Bordetella pertussis (ebenfalls ein Krankheitserreger des Keuchhustens) und Bordetella bronchiseptica unterscheiden. Dieser Mikroorganismus wächst nur unter aeroben Bedingungen und benötigt daher Sauerstoff für die Vermehrung.
Borrelien / Borreliose
Borrelien sind Bakterien, die durch den Biss des Holzbocks (Zeckenart) übertragen werden und unter anderem noch Monate bis Jahre nach dem Biss zu Gelenkentzündungen führen können. Die Borreliose-Infektion (Lyme-Krankheit) ist die in Deutschland am häufigsten durch Zecken übertragene Erkrankung des Menschen. Der Befall kann zunächst durch Hautentzündungen angezeigt werden, auch durch die kreisrunde Wanderröte, dem so genannten Wandererythem. In späteren Stadien kann es dann zu Gelenkentzündungen und nervlichen Symptomen kommen. Eventuell tritt zusätzlich eine örtliche Ausdünnung der Haut (subkutaner Gewebeschwund) auf. Der Krankheitserreger lässt sich im Blut durch die Bestimmung von Antikörpern nachweisen. Die schulmedizinische Behandlung erfolgt mit Antibiotika.
Burkholderia multivorans
Mitglied des Burkholderia-cepacia-Komplexes. Der Keim ist stäbchenförmig und durch seine Geißeln beweglich. Das Bakterium verfügt über einen aeroben Stoffwechsel und benötigt daher Sauerstoff. Als Krankheiterreger rufen Bakterien des Burkholderia-cepacia-Komplexes nur bei abwehrgeschwächten Patienten Infektionen wie beispielsweise Harnwegsinfekte, schwere Allgemeininfektionen (Septikämien), bakteriell induzierte Gelenkserkrankungen (Arthritiden) oder Lungenentzündungen (Pneumonien) hervor. Bei Patienten, die unter der zystischen Fibrose (Mukoviszidose) leiden, kann es zu einer chronischen Infektion der Atemwege mit immer wiederkehrenden (rezidivierendem) Fieber und Gewichtsverlust kommen.
Burnout-Syndrom
Zustand, bei dem Betroffene durch beruflichen und/oder privaten Stress derart belastet sind, dass sich ein Zustand psychischer und physischer Erschöpfung mit deutlich reduzierter Leistungsfähigkeit einstellt. Das Krankheitsbild geht einher mit emotionaler Erschöpfung und dem Gefühl von Überforderung, reduzierter Leistungszufriedenheit, Schuldgefühle und/oder Schlafstörungen sowie evtl. Verlust des ursprünglichen, natürlichen Persönlichkeitsgefühls (Depersonalisation) infolge Diskrepanz zwischen Erwartung und Realität. Das Syndrom ist oftmals der Endzustand eines Prozesses von idealistischer Begeisterung über Desillusionierung, Frustration und Apathie.
Ca2+
Zweifach positiv geladenes Kation des Calciums.
Candida albicans
Zu den Hefepilzen zugehörig und häufigster Erreger der Kandidose (Soor oder bei Babys „Windelpilz“ genannt). Er ist bei Menschen beständig auf den Schleimhäuten von Mund und Rachen und im Genitalbereich sowie im Verdauungstrakt zu finden. Als Saprobiont (Fäulnisbewohner) ist er nur unter bestimmten Bedingungen ein Pathogen und kann Krankheit auslösen. Die Besiedelung durch C. albicans verursacht in der Regel kaum Beschwerden. Bei fehlender oder verminderter Widerstandskraft aufgrund einer Grundkrankheit (z. B. Diabetes mellitus, Krebs, AIDS) oder durch die Gabe bestimmter Medikamente kann die Besiedelung mit C. albicans oder verwandten Pilzen jedoch stark zunehmen. Es kann sich eine Infektionskrankheit (Mykose) ausbilden. Meistens handelt es sich dabei um endogene Infektionen, das heißt, der Erreger war bereits vor Krankheitsausbruch am Ort der Infektion, seltener um exogene Infektionen, also durch von außen erworbene Erreger.
Chemotherapie
Behandlung von Krebserkrankungen mit Zytostatika. Das sind toxische, chemische Substanzen, die den Zellzyklus stören, verzögern oder verhindern, damit sich Tumorzellen (entartete Zellen) nicht weiter teilen und verbreiten. Die bei der Chemotherapie angestrebte "selektive Toxizität" wurde erstmals von Paul Ehrlich, dem "Erfinder der Chemotherapie", postuliert. Obwohl man mit dem Begriff Chemotherapie häufig die Zytostatika meint, gehören aber auch Antibiotika (Mittel gegen Bakterieninfektion), Antimykotika (Mittel gegen Pilzkrankheit) und Mittel gegen Parasiten (z. B. Malaria) dazu.
Chlordioxid
Chemische Summenformel ClO2. Es ist ein gelblich-rötliches Gas mit stechenden, chlorähnlichen Geruch. Es ist ein Radikal mit oxidierenden Eigenschaften. Es wird oft anstelle von Chlor verwendet, da es weniger giftige oder gesundheitsschädliche chlorierte organische Verbindungen bei der Reaktion mit organischen Substanzen bildet. Als Bleichmittel der ECF-Bleiche (Elementar-Chlor-freie Bleiche) von Zellstoff, (Papier) hat es elementares Chlor fast vollständig ersetzt. Auch in der Trinkwasseraufbereitung dient es zur Desinfektion anstelle von Chlor.
Chlorierte Kohlenwasserstoffe (CKW)
Sammelbezeichnung für organische Verbindungen, die mindestens ein direkt an einem Kohlenstoffatom gebundenes Chloratom enthalten. CKW sind in vielen Produkten enthalten, wie z.B. Lösemittel, Kühlflüssigkeiten, Hydraulikflüssigkeiten und Pestizide. Je nach Struktur und Chlorierungsgrad (Anzahl der Chloratome pro Kohlenstoffatom) werden CKWs durch Mikroorganismen praktisch nicht oder nur sehr langsam abgebaut und haben somit eine hohe Lebensdauer. Sie können sich in Fettgeweben von Tieren und Menschen anreichern. Die einzelnen CKWs unterscheiden sich erheblich in ihrer Wirkung, manche sind sehr giftig und bei einigen wurde sogar eine krebserzeugende Wirkung festgestellt.
Chromosom(en)
Träger der Erbinformation und im Mikroskop als stäbchen- oder fadenförmiges Gebilde zu erkennen. Wörtlich übersetzt, steht Chromosom für Farbkörperchen. Diese Bezeichnung leitet sich aus der Anfangszeit der lichtmikroskopischen Beobachtungen ab. Dabei wurden die Chromosomen als gefärbte Objekte sichtbar gemacht. Die Chromosomen befinden sich im Zellkern einer jeden Körperzelle und bestehen aus maximal spiralisierter Desoxyribonukleinsäure (DNS) – dem eigentlichen Erbgutmolekül – sowie den angelagerten Kernproteinen (Histonen). Chromosomen werden weiter unterteilt in Autosomen und Geschlechtschromosomen. Die Körperzellen eines sich sexuell fortpflanzenden Organismus besitzen zwei Chromosomensätze und werden damit als diploid (2n) bezeichnet. Eine Körperzelle enthält also einen doppelten Chromosomensatz aus mütterlichen und väterlichen Erbanlagen. Keimzellen (Eizellen und Spermien) besitzen hingegen nur einen einfachen Chromosomensatz und sind damit haploid. Im Fall des Menschen kommen je 22 Autosomen und je 1 Geschlechtschromosom von Vater und Mutter und bilden einen vollständigen Satz von 46. Die Geschlechtschromosomen unterscheidet man in X und Y. Der weibliche Genotyp hat XX, der männliche Genotyp hat XY. Bei der Keimzellen-(Gameten-)Bildung wird der Chromosomensatz im Verlauf der sogenannten Meiose halbiert, so dass menschliche Keimzellen 22 Autosomen und 1 Geschlechtschromosom, X oder Y, besitzen.
Cladosporium cladospirides
Gehört zur Gattung der Schimmelpilze und kommt sehr häufig vor. Da er gerne auf verfaulten Pflanzen bzw. auf Laub wächst, kommen sie vorwiegend in Sumpfgebieten, im Wald und in Gärten vor. Darüber hinaus ist dieser auch in Gewächshäusern, in schlecht gereinigten Kühlschränken und Lebensmitteln anzutreffen. Er gedeiht sogar auf Textilien, wie z. B. Leinenstoffen. C. cladosporioides kann allergische Reaktionen wie z. B. Fließschnupfen, Husten, Niesanfälle, Nesselfieber oder Asthma auslösen (Schimmelpilzallergie). Besonders empfindliche Personen sollten deshalb Gartenarbeit meiden und vor allem Rasenmähen unterlassen.
Cluster
Größere Zusammenschlüsse von gleichartigen Atomen oder Molekülen, die mehr oder weniger stabil bzw. oftmals sehr kurzlebig sind.
Comamonas testosteroni
Cortison
Eines von ca. 50 Steroidhormonen, die in der Nebennierenrinde produziert werden. Es regelt u. a. den Fett-, Protein- und Mineralstoffwechsel und steuert das Immunsystem. Es wirkt entzündungshemmend und erhöht den Blutzucker. Die Tagesproduktion liegt zwischen 20 und 200 mg. Bei größeren Entzündungen reicht diese Produktion jedoch nicht aus, um einen therapeutischen Effekt - meist eine Entzündungshemmung - zu bewirken. Es wird u. a. zur Behandlung von Allergien, nicht infektiösen Entzündungen, Asthma oder Ekzeme eingesetzt.
Cytochrom-c-Oxidase (COX)
Auch als Warburg-Atmungs-Ferment bezeichnet, ist ein aus 13 Untereinheiten aufgebauter Enzymkomplex der Atmungskette in den Mitochondrien. Als zentrale Zentren dienen zwei Kupferkomplexe. Die Aufgabe von COX ist die Oxidation des Elektronentransporteurs Cytochrom C und die damit verbundenen katalytischen Elektronenübertragung und Reduktion von O2 zu H2O bei gleichzeitiger Gewinnung von Energie.
Depolarisierung
Kurzzeitige Aufhebung bzw. Umkehrung des Ladungsunterschieds (Grundpolarisation) zwischen der Innen- und Außenseite einer biologischen Membran. Dabei öffnen sich verschiedene Ionenkanäle in der Membran, durch die Ionen diffundieren können. Die Verlagerung von Ionen führt zu einem Ausgleich des Membranpotentials und schließlich zu einer Ladungsumkehr.
Desoxyribonukleinsäure (DNS / DNA)
Makromolekül, das die Erbinformation speichert und verschlüsselt (codiert) und die Grundsubstanz der Chromosomen darstellt. Die DNS setzt sich aus den chemischen Elementen Kohlenstoff, Wasserstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Phosphor zusammen. Im Sprachgebrauch wird häufig die Abkürzung DNA verwendet, die sich vom englischen Begriff Deoxyribonucleic Acid ableitet. Die DNS besitzt eine Strickleiterstruktur, bei der die zwei Holme der Leiter um eine gedachte Achse schraubenförmig gewunden sind (Doppelhelixstruktur). Die beiden Holme der Strickleiter werden aus sich abwechselnder Zucker- (Desoxyribose-) und Phosphatresten gebildet, die innerhalb jedes DNS-Einzelstrangs (Holms) über feste Atombindungen miteinander verknüpft sind. Die Sprossen der Strickleiter bestehen aus je zwei organischen Basen (einem so genannten Basenpaar), die jeweils mit einem Desoxyribosemolekül und über Wasserstoffbrücken (elektrostatische Anziehung) miteinander verbunden sind. Damit ist gewährleistet, dass die beiden Holme auch im schraubenförmigen Zustand der Strickleiter verknüpft bleiben und im gleichen Abstand nebeneinanderliegen. Insgesamt gibt es in der DNA vier verschiedene organische Basen: Adenin, Cytosin, Guanin und Thymin, die gewöhnlich mit den Anfangsbuchstaben A, C, G und T abgekürzt werden. Die Basenpaare werden von den jeweils komplementären Basen Adenin und Thymin sowie Cytosin und Guanin gebildet. Zwischen Adenin und Thymin bilden sich dabei zwei Wasserstoffbrücken aus; Cytosin und Guanin sind über drei Wasserstoffbrücken miteinander verknüpft. Alternativ kann man sagen: Das Makro- bzw. Riesenmolekül DNS ist aus einer Vielzahl von vier verschiedenen Nukleotiden zusammengefügt, die in einem DNA-Einzelstrang in beliebiger Reihenfolge aneinander gebunden werden können und sich dadurch unterscheiden, dass sie jeweils nur eine von vier möglichen organischen Basen enthalten.
Diabetes mellitus
Zuckerkrankheit. Der Begriff stammt aus dem Griechischen und bedeutet übersetzt „honigsüßes Durchfließen“. Mit dieser Umschreibung ist der Urin gemeint, der bei Menschen mit Diabetes mellitus erstens im Übermaß gebildet wird und zweitens aufgrund des darin enthaltenen Zuckers einen etwas süßlichen Geschmack bekommt.In den westlichen Industriestaaten, aber auch in Schwellenländern wie China und Indien, steigt die Häufigkeit des Diabetes mellitus seit Jahren stetig an. Mediziner gehen davon aus, dass bis zum Jahr 2030 weltweit jeder zehnte Mensch von der Zuckerkrankheit betroffen ist. Vermutlich ist die wichtigste Ursache dafür die Verbreitung eines Lebensstils mit einer Kombination aus zucker- und kalorienreicher Ernährung und Bewegungsmangel. Die Zuckerkrankheit wird hauptsachlich in zwei Formen unterteilt: Diabetes Typ 1 und Typ 2. Inzwischen fasst man die übrigen Arten als Typ 3 zusammen und als Typ 4 wird die Schwangerschaftsdiabetes bezeichnet. Immer häufiger wird heutzutage auch Kinderdiabetes diagnostiziert. Bei allen Diabetesformen sind die Blutzuckerspiegel über das gesunde Maß erhöht. Die Ursachen sind jedoch verschieden. Beispielsweise entsteht Typ 1 durch eine Schädigung der Insulin-produzierenden Beta-Zellen der Bauchspeicheldrüse, während bei Typ 2 die Körperzellen nicht mehr adäquat auf körpereigenes Insulin reagieren (Insulinresistenz). Nach einer Phase der Überproduktion ist die Bauchspeicheldrüse schließlich „erschöpft“ und produziert dann nur noch unzureichende Mengen an Insulin.
Diagnose
Bewertende Zusammenfassung der Symptome und Befunde eines Patienten, die in der Feststellung und Benennung der zugrundeliegenden Krankheit führt.
Diaphragma
Poröse Trennwand, die bei Elektrolyseverfahren den Kathoden- und Anodenraum separiert, ohne jedoch den Stromdurchgang zu unterbrechen. Herstellungsmaterialien sind Keramik, Asbest, Kunststofffolien, etc.
Dimer
Molekül oder Molekülverbund, das/der aus zwei oft identischen Untereinheiten (Monomeren) besteht.
Dissoziation, dissoziieren
Aufspaltung von Molekülen oder Ionen in kleinere Bestandteile. Diese erfolgt z. B. beim Lösen von Stoffen in Wasser oder anderen Lösungsmitteln, kann aber auch durch hohe Temperaturen, elektrische Ströme oder elektromagnetische Strahlung hervorgerufen werden. Das Aufspalten von Salzen, Säuren oder Basen in Wasser sind die am häufigsten beschriebenen Form der Dissoziation.
Donor
Auch Spender(-molekül) genannt, ist eine Verbindung, die bei einer chemischen Reaktion ein Teilchen (Ladung, Ion, Atom oder funktionelle Gruppe) an den Reaktionspartner abgibt.
Dosha
Grundlegender Begriff der altindischen Gesundheitslehre (Ayurveda) und bedeutet wörtlich „Fehler“‘, kann aber auch mit „das, was das Problem verursacht“ übersetzt werden. Die drei Doshas – Vata, Pitta und Kapha – werden irrtümlicherweise als Lebensenergien bezeichnet. Die Doshas verleihen dem Menschen seine individuelle Verfassung und regulieren seine körperliche und geistige Funktion. Jeder Mensch wird danach mit einer ihm eigenen Konstitution (Prakriti), einer ihm eigenen Verbindung der drei Doshas geboren. Diese wird durch das Gesamterscheinungsbild der Eltern sowie durch den Zeitpunkt der Zeugung und weiteren Faktoren bestimmt.
Dunkelfeld(-aufnahme oder -mikroskopie)
Variante der Lichtmikroskopie, die das zu beobachtenden Objekt vom dunklen Hintergrund als helle Strukturen abheben lässt. Dadurch werden von durchsichtigen Objekten mit nur sehr geringem Kontrast gut aufgelöste, kontrastreiche Bilder erzeugt.
Echerichia coli
Säurebildendes Bakterium mit über die gesamte Zelloberfläche verteilten Geißeln, das sowohl den menschlichen als auch den tierischen Darm bevölkert. Es wird als Indikator (Anzeiger) für Fäkalienverunreinigung von Lebensmittel-, Bade- und Trinkwasser durch Urin und Kot von Mensch und Tier eingesetzt. Das Bakterium macht mit anderen anaerobe Organismen (die Sauerstoff nicht zwingend zum Stoffwechsel benötigen) 0,1 Prozent der Darmflora aus. In der menschlichen Darmflora ist E. coli als Vitaminproduzent, insbesondere Vitamin K, bekannt. Die meisten Angehörigen dieser Spezies sind nicht gesundheitsschädlich, jedoch gibt es auch zahlreiche verschiedene krankheitsauslösende Stämme. Diese zählen zu den häufigsten Verursachern von menschlichen Infektionskrankheiten.
Edelgaskonfiguration
Die Elektronenkonfiguration eines Atoms oder Ions, die der des Edelgases in der jeweiligen Periode entspricht (horizontale Elementabfolge bzw. -Reihe im Periodensystem der Elemente). Edelgaskonfigurationen sind energetisch besonders stabil, so dass die Reaktionspartner chemischer Reaktionen bestrebt sind, die Edelgaskonfiguration zu erlangen oder zu erhalten. Demnach strebt das Wasserstoffatom (Element der 1. Periode / 1. Reihe des Periodensystems der Elemente) die Konfiguration des Heliums mit zwei Elektronen an. Für den Sauerstoff, Element der 2. Periode, ist Konfiguration mit 8 Elektronen auf der äußersten Schale (sogenannte Valenzelektronen) besonders energetisch günstig. Das entspricht der Edelgaskonfiguration des Neons. Atome oder Ionen mit Edelgaskonfiguration neigen kaum dazu, Elektronen abzugeben oder aufzunehmen.
Eiweiß
Siehe Protein.
Ekzem
Juckende, schuppende und gerötete Hautentzündung. Die menschliche Haut kann auf zahlreiche innere und äußere Reize mit einer ekzematösen Entzündung reagieren. Nicht immer verbirgt sich hinter dieser Hautentzündung eine Allergie. Die häufigsten Formen von Ekzemen sind: A) Das Kontaktekzem, es entsteht durch eine Reizung der Haut durch äußere Faktoren (z.B. häufiges Waschen und Desinfizieren der Hände) oder durch eine Kontaktallergie (z.B. Schmuckekzem durch Modeschmuck). B) Das nummuläre Ekzem ist meist eine Überempfindlichkeit einer gereizten, empfindlichen Haut auf Bakterien oder Pilze. C) Das Austrocknungsekzem entsteht meist durch zu viel Waschen und zu wenig Pflege einer trockenen Haut. D) An Neurodermitis oder atopische Ekzem leidende Patienten zeigen sehr unterschiedliche Hautveränderungen. Meist sind diese rot, stark juckend, leicht schuppig, anfangs trocken, später oft nässend. Neurodermitis kann in jedem Lebensalter erstmals auftreten, wobei meist die Ellenbeugen und Kniekehlen, Gesicht sowie andere Hautareale der Betroffenen in Mitleidenschaft geraten. Bei vielen Menschen tritt später zudem ein allergischer Heuschnupfen oder allergisches Asthma hinzu.
Elektrolyse
Prozess, bei dem ein elektrischer Strom eine Redoxreaktion erwirkt. In leitenden Flüssigkeiten können elektrische Ströme fließen. Solche Flüssigkeiten werden als Elektrolyte bezeichnet. Die chemische Zersetzung dieser Elektrolyten durch den Stromfluss bezeichnet man als Elektrolyse. Fließt durch einen Elektrolyten ein Gleichstrom, so wirkt die eintauchende Kathode als Elektronendonor (Elektronenspender). Die Anode der Elektrolysezelle wirkt als Elektronenakzeptor (Elektronenaufnehmer). An den Elektroden laufen Reduktions- und Oxidationsprozesse ab. Man spricht von anodischer Oxidation und kathodischer Reduktion. Um eine Vermischung der an der Anode entstehenden Produkte mit den an der Katode gebildeten Produkten zu vermeiden, werden auch Diaphragmen eingesetzt. Diese Materialien sind zwar stromdurchlässig, aber nicht durchlässig für die Anoden- bzw. Kathodenprodukte.
Elektromagnetische Welle
Schwingung, bei der ein elektrisches und magnetisches Feld miteinander gekoppelt sind. Beispiele sind Radiowellen, Mikrowellen, Wärmestrahlung, Licht, Röntgenstrahlung und Gammastrahlung. Die Schwingung/Welle ist senkrecht zur Ausbreitungsrichtung angeordnet (transversal). Anders als zum Beispiel die Schallwellen benötigen elektromagnetische Wellen kein Medium, um sich auszubreiten.
Elektron
Negativ geladenes Elementarteilchen, das die geringste Masse unter allen geladen Teilchen besitzt. Die Symbolschreibweise: ist das „e-“. Zusammen mit Protonen und Neutronen bildet es Atome und Moleküle. Elektronen spielen eine Hauptrolle in der chemischen Bindung und bei den meisten makroskopischen Eigenschaften von Festkörpern, wie elektrische Leitfähigkeit und Magnetismus, Wärmeleitfähigkeit, optisches und dielektrisches Verhalten, begründet aber auch strukturelle und mechanische Eigenschaften. Das Elektron besitzt die kleinste, unteilbare negative Ladung (1,602176462 x 10–19 Coulomb) und seine Ruhemasse beträgt 9,10938188 x 10–31 kg. Es ist rund 1836-fach leichter als das Proton. Alle elektrischen Vorgänge beruhen auf Bewegungen von Elektronen. Werden einem Körper Elektronen zu- oder abgeführt, so lädt er sich negativ bzw. positiv auf. Bei der gerichteten Bewegung von Elektronen entspricht man von Stromfluss. Beschleunigte Bewegungen (z. B. Schwingungen) lösen elektromagnetische Wellen aus. Trennt man Elektronen aus Atomen, Molekülen oder z. B. Metallen ab, werden diese ionisiert.
Elektronegativität (EN)
Maß für die Fähigkeit eines Atoms, Elektronen anzuziehen. Manchmal wird diese Eigenschaft fälschlicherweise auch als Elektronennegativität bezeichnet. Die Stärke der Elektronegativität hängt zu einem vom Atomradius ab. Je kleiner die Distanz zwischen Atomkern und den äußersten (Valenz-)Elektronen ist, desto stärker wirkt die Anziehungskraft des Atomkerns auf andere Elektronen. Und zum anderem spielt auch die Anziehungskraft selbst eine Rolle. Je höher die Kernladungszahl (Anzahl der Protonen im Kern) ist, desto stärker ist die allgemeine Anziehungskraft des Atomkerns. In der Reihe der elektronegativen Elemente steht das Fluor auf Platz eins gefolgt von Sauerstoff, Chlor, Stickstoff, Brom, Iod, Kohlenstoff.
Elektronenakzeptor
Auch Elektronenempfänger genannt, ist ein Teilchen (Atom, Molekül, Ion), welches in der Lage ist, Elektronen aufzunehmen. Ggs. Elektronendonor.
Elektronendonor
Auch Elektronenspender genannt, ist ein Teilchen (Atom, Molekül, Ion), das in der Lage ist, Elektronen (e-) abzugeben. Ggs. Elektronenakzeptor.
Elektronenpaar-Bindung
Sogenannte kovalente (chemische) Bindung zwischen zwei Nichtmetallen. Dabei werden Elektronen der äußeren Schale beider Atome gemeinsam genutzt. Ziel jedes Atoms ist es, die Edelgaskonfiguration zu erreichen. Bei der Edelgaskonfiguration (siehe dort) handelt es sich um den stabilsten und energieärmsten Zustand eines Atoms. Dies wird erreicht, wenn die jeweils äußersten (Valenz-)Elektronenschalen vollständig besetzt sind.
Elementarteilchen
Kleinste bekannte Bausteine der Materie. Aus der Sicht der theoretischen Physik sind sie die geringsten Anregungsstufen bestimmter Felder. Elementarteilchen haben Teilchencharakter und gleichzeitig Wellencharakter. Als Energieeinheiten werden sie auch als Photonen bezeichnet.
Energiestoffwechsel
Sichert die ununterbrochene Bereitstellung von Adenosintriphosphat (ATP), der universellen Energiewährung im Organismus. Jede Zelle kann durch Spaltung dieses Moleküls unmittelbar Energie gewinnen. Allerdings kann das hochenergetische Molekül nicht lange gespeichert werden, sodass bereits nach fünf Sekunden die ATP-Reserven (theoretisch) restlos aufgebraucht wären. Nach der Spaltung von ATP, entstehen ADP und Phosphat als Abbauprodukt. In den „Kraftwerken der Zellen“, den Mitochondrien, wird das ADP sofort wieder zu ATP phosphoryliert (mit Phosphat verknüpfen). Die Zellen können zwar nicht viel ATP speichern, dafür aber enorm schnell resynthetisieren. Auf diese Weise ist der ständige Nachschub an ATP garantiert, vorausgesetzt dem Körper werden regelmäßig Nährstoffe zugeführt. ATP kann in An- und Abwesenheit von Sauerstoff (aeroben bzw. anaeroben Bedingungen) gewonnen werden.
Enterobacter sakazakii
Mitglied der Bakterienfamilie Enterobacteriaceae. Enterobacter sakazakii auch als Cronobacter sakazakii bezeichnet, ist stäbchenförmig und durch Geißeln beweglich. Ein charakteristisches Merkmal ist die gelbe Pigmentierung der Bakterienkulturen. Es kann bei Säuglingen Blutvergiftungen (Sepsis), Hirnhautentzündungen (Meningitis) und nekrotisierende Enterokolitis, eine gefährliche Darmerkrankung, verursachen. Die eher selten vorkommende Infektion kann über die Säuglingsnahrung erfolgen, so konnte Cronobacter sakazakii in Milchpulver nachgewiesen werden.
Enzym
Biochemischer Katalysator, der hilft, ein Substrat zu spalten oder anderweitig zu verändern. Es erleichtert die dafür nötige Reaktion, indem es die Aktivierungsenergie herabsetzt, die stets überwunden werden muss, damit es überhaupt zu einer Stoffumsetzung kommt. Das Enzym nimmt an der biochemischen Reaktion teil, geht mit den umzusetzenden Stoffen sogar eine vorübergehende Verbindung ein (Enzym-Substrat-Komplex), wird aber durch die Reaktion nicht verändert. Enzyme sind von ihrer chemischen Natur nach Proteine.
Epikutantestung
Testverfahren der Dermatologie, bei dem eine Serie von Testpflastern, teilweise bereits vorgefertigt auf die Haut aufgeklebt wird, um festzustellen, ob Allergien gegen gewisse Stoffe vorliegen. Diese Tests können zeigen, ob eine Kontaktallergie vom Spättyp vorliegt und auf welche Stoffe die Allergie besteht. Die Testpflaster bleiben während 48 Stunden auf der Haut. Während dieser Zeit oder einige Tage später kann sich eine gerötete Stelle von 10 bis 15 mm Durchmesser bilden, die unter Umständen juckt. Eine solche Reaktion bedeutet in der Regel, dass eine Allergie auf den an dieser Stelle getesteten Stoff vorliegt.
Epilepsie
Erkrankung, bei der temporäre Funktionsstörungen im Gehirn „epileptische Anfälle“ auslösen. Diese wirken häufig sehr dramatisch, klingen jedoch meist nach wenigen Minuten ab. Als Ursachen dieser Erkrankung kommen beispielsweise erbliche Veranlagung, Stoffwechselstörungen, Missbildungen beziehungsweise Schäden am Gehirn, Entzündungen, Traumata oder Hirntumoren infrage. Je nachdem, was epileptische Anfälle auslöst, unterscheidet man folgende Formen des Leidens: A) Die idiopathische auch genetische Epilepsie. Bei dieser Krankheitsform treten die Anfälle ohne erkennbare Ursache auf und sind die Folge einer erblich (genetisch) bedingten Erkrankung. B) Die symptomatische auch strukturelle oder metabolische Epilepsie hingegen ist eine durch eine Krankheit oder Gehirnschädigung (Fehlstruktur oder pathogene Stoffwechselfunktion) hervorgerufene Form. C) Unter kryptogene Epilepsie zählt man epileptische Anfälle, deren Ursachen trotz moderner Diagnostik immer noch unklar bleiben. Die Anfälle bei der Epilepsie entstehen durch eine unnormale nervliche Erregungsbildung im Gehirn, bei der sich Gruppen von Nervenzellen im Gehirn gleichzeitig krankhaft entladen.
Evolution
Erklärt die Veränderung der Merkmale einer Population über Generationen hinweg durch Selektion. Der katholische Ordenspriester Gregor Mendel lieferte mit den nach ihm benannten Mendelschen Regeln die Erklärung, wie Merkmale von Generation zu Generation weitervererbt werden. Mit den Erkenntnissen von Oswald Avery 1944, der erstmals die DNS als Erbgut identifizierte und deren struktureller Entschlüsselung durch die beiden Wissenschaftler James Watson und Francis Crick, spricht man heute auch von der synthetischen Theorie der Evolution, die alle Erkenntnisse aus unterschiedlichen Forschungsbereichen miteinander verknüpft.
extrazellulärer Raum (EZR)
Bereich außerhalb der Zellen, der mit Flüssigkeit gefüllt ist. Ggs. Intrazellularraum.
Fäkalien
Urin und Kot, Exkremente.
Farbtherapie
Behandlungsform, bei der die Wirkung von Farben auf die menschliche Psyche und damit den menschlichen Organismus eine Rolle spielt (Psychoimmunologie). Dabei wird die Farbgestaltung des Raumes als auch der Einsatz von farbigem Licht berücksichtigt.
Fauna
Oder Tierwelt bezeichnet die Gesamtheit aller Tiere in einem Gebiet oder im engeren Sinne alle Tierarten in diesem Gebiet. Die Erforschung der Fauna ist die Aufgabe der Faunistik, die zugehörige Wissenschaft ist die Biogeographie.
Fetales / Fötales Kälberserum (FKS)
Aus dem Blut von Kuhföten gewonnener Hauptbestandteil vieler Nährmedien, die zur Aufzucht und der Kultivierung von Zellen innerhalb von Zellkulturen verwendet werden.
Fibromyalgie
Auch Weichteilrheumatismus genannt, ist eine Krankheit, die wegen ihrer diffusen Symptome sehr schwer zu diagnostizieren ist. Der Wortstamm "Myalgie“ weist auf das zentrale Symptom, die empfundenen Muskelschmerzen hin, die vor allem in Regionen rund um die Gelenke auftreten. Charakteristisch für dieses Leiden ist ferner, dass Patienten empfindlich beim Druck auf ganz bestimmte Punkte reagieren, den sogenannten Tender-Points. Die Erkrankten leiden in der Regel zusätzlich an Müdigkeit, Erschöpfung, Konzentrations- und Schlafstörungen. Hinzu kommen oft psychische Beschwerden wie Ängste oder depressive Symptome.
Formaldehyd
Chemische Summenformel: CH2O. Es ist das einfachste Aldehyd und leitet sich von Methan CH4 ab. In reinem Zustand ist es ein farbloses, stechend riechendes Gas und seine Dämpfe reizen Augen und Schleimhäute. Da es für die meisten Lebensformen giftig ist, wird die Verbindung in der Medizin in wässriger Lösung (Formalin) zur Desinfektion und Konservierung, z.B. von anatomischen Präparaten, eingesetzt. Formaldehyd wird zudem als krebserregend eingestuft.
Fötus, Fetus
Der Embryo nach Ausbildung der inneren Organe bis zur Geburt. Bei Säugetieren ist der Beginn der Fetalperiode sehr unterschiedlich. Bei Nagetieren kann diese ab der 3. Schwangerschaftswoche einsetzen, beim Menschen beginnt diese ab der 9. Schwangerschaftswoche.
Fungizid / fungizid
Chemische oder biologische Substanz, die Pilze oder deren Sporen abtötet oder ihr Wachstum hemmt. Die Eigenschaft nennt man fungizid („pilzabtötend“) oder auch antifungal.
Gegenion
Bezeichnung eines Ions mit entgegengesetztem Ladungsvorzeichen in Bezug zu einem anderen Ion. Ionen und Gegenionen bilden zusammen eine elektrische neutrale Einheit. Die Bezeichnung als Gegenion ist immer umkehrbar, so sind Anionen Gegenionen der Kationen und umgekehrt.
Gerbsäure(n)
Ist ein Synonym für Tannine. Diese kommen vornehmlich in Eichenrinde vor und wurde früher dazu verwendet, Leder zu gerben um es weich und haltbar zu machen. Die pflanzlichen Gerbstoffe haben eine viruzide, fungizide und bakterizide Wirkung und hindern außerdem Saat am Keimen. Daher wird Rindenmulch aus Eiche auf die Beete gebracht um diese von aufkeimenden Unkräutern sauber zu halten. Als ausgeprägte Antioxidantien finden sie als Nahrungsergänzungsmittel Verwendung und werden auch zur Lebensmittelkonservierung eingesetzt. Tannine kommen im Kern der Weintraube vor. Auch das Eichenholzfass, in dem besonders oft Rotweine ausgebaut werden, gibt Gerbsäure an den Wein ab. Aus diesem Grund wird oft angenommen, dass nur Rotwein tanninhaltig ist. Das ist allerdings nicht ganz korrekt, da auch weiße Trauben Tannine enthalten. Dennoch ist die Gerbsäure bei Weißwein nicht ganz so ausgeprägt, da die Trauben sofort abgepresst werden und die Tannine nur wenig Zeit haben in den Wein einzudringen.
Gicht
Stoffwechselstörung, die sich durch eine erhöhte Harnsäurekonzentration im Blut kennzeichnet. Es bilden sich Harnsäurekristalle (Urat-Kristalle), die sich in Gelenken, Schleimbeuteln, Sehnen, in der Haut und im Ohrknorpel ablagern. Es können heftige Gelenkentzündungen und Gelenkschäden entstehen. Auch in der Niere können sich die Kristalle absetzen, die bei ausbleibender Behandlung zu Nierensteinen wachsen und schlussendlich zu Nierenschäden führen können. Extrem heftige Schmerz-Attacken prägen den Beginn sowie den weiteren Verlauf der Krankheit, wenn nicht therapiert wird. Oft ist beim akuten Gichtanfall als erstes die große Zehe, genauer das Großzehen-Grundgelenk, betroffen. Direkter Auslöser der Schmerzattacke ist nicht selten ein üppiges Mahl oder reichlicher Alkoholgenuss.
Globuli
Oder Streukügelchen ist eine kugelförmige Darreichungsform aus der Alternativmedizin, wie beispielsweise bei homöopathischen Arzneimitteln, in der Bach-Blütentherapie oder bei Schüßler-Salzen. Globuli bezeichnet hierbei ausschließlich die Form (lat. für „Kügelchen“). Diese Kügelchen werden neben den bereits erwähnten Verwendungen auch für Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetika, Futtermittel und technische Produkte eingesetzt. Trägerstoff in homöopathischen Globuli ist zumeist Haushaltszucker (HAB 2006). Weitere Globuliarten werden nach der Samuel Hahnemanns Rezeptur gefertigt oder aus Xylitol.
Glukose (Glucose)
Chemische Summenformel C6H12O6. Umgangssprachlich auch als Traubenzucker oder Dextrose bezeichnet, ist ein Monosaccharid (Einfachzucker) und gehört zu den Kohlenhydraten. Es wird hauptsächlich von Pflanzen mithilfe der Photosynthese aus Sonnenlicht, Wasser und Kohlenstoffdioxid produziert und kann von allen Lebewesen als Energie- und Kohlenstofflieferant verwertet werden. Normalerweise kommt dieses Monosaccharid nicht frei, sondern in Form dessen polymeren Strukturen, also Milchzucker, Rübenzucker, Stärke, Cellulose, etc. vor. Diese Polymere sind sowohl Reservestoffe als auch Bestandteil der Zellstruktur von Pflanzen. Sie werden bei der Nahrungsaufnahme durch Tiere, Pilze und Bakterien mithilfe von Enzymen zunächst zu Glukose abgebaut. Beim Menschen geschieht dies teilweise im Mund unter Mithilfe der Amylase im Speichel. Wenn nötig, sind alle Lebewesen in der Lage, Glukose aus bestimmten Ausgangsprodukten selbst herzustellen. Der Glukosegehalt des Blutes beträgt etwa 0,1 % und wird durch die Hormone Insulin und Glukagon geregelt. Der Einfachzucker wird in Lebewesen zu mehreren anderen chemischen Verbindungen umgesetzt, die Ausgangsprodukt verschiedener Stoffwechselwege sind.
Glykolipide (Glycolipide)
Untergruppe der komplexen Fette, die Verbindungen aus Fettsäuren und Kohlenhydraten darstellen. Nicht alle Glykolipide sind chemisch gleich aufgebaut. Sie können daher in verschiedene Gruppen eingeteilt werden, nämlich in Cerebroside und Ganglioside. Im menschlichen Körper kommen Glykolipide im Gehirn und in vielen anderen Geweben vor. Sie sind am Aufbau von Gehirntrockenmasse und Zellmembranen beteiligt. Glykolipide sind vor allen an der Außenseite von Zellmembranen zu finden. Sie dienen dort der Zellerkennung und als Merkmal für die Blutgruppe, aber auch als Andock-Stelle für diverse Krankheitserreger.
Glykoproteine (Glycoproteine)
Proteine/Eiweiße, die zusätzlich meist verzweigte Heteroglykanreste enthalten (Zuckerketten, die aus verschiedenartigen Einzelzucker aufgebaut sind). Sie setzen sich häufig aus den Monosacchariden Glukose, Mannose, Fruktose sowie acetylierten Aminozuckern zusammen.
Grauer Star
Auch als Katarakt bezeichnet, ist ein Krankheitsbild zu dem alle möglichen Trübungen der Augenlinse gezählt werden. Das besondere Merkmal ist die gräuliche Färbung hinter der Pupille im fortgeschrittenen Stadium. Durch dieses Kennzeichen begründet sich auch der Name. Erste Symptome machen sich zumeist erst sehr spät bemerkbar, sodass die Behandlung der Patienten erst sehr spät beginnen kann. Besonders bei Personen mit höheren Alter (ab 60 Jahren) ist der Graue Star vermehrt zu beobachten. Er wird daher auch häufig als Alterskatarakt bezeichnet.
Gravität
Unvorstellbar kleine aber messbarer Kraft (10-59 bis 10-33 Newton), die den Einfluss von Störfaktoren auf das physiologische harmonische Energiekonzept quantifiziert. Nach Serge Aguilera besteht das Individuum Mensch aus vier Körpern bzw. magneto-quantischen Feldern (Psyche, Physis, Gedanken und Geschlechtsidentität), die durch störende elektromagnetische Schwingungen aus dem Gleichgewicht gebracht werden können. Die Abweichungen werden in Gravitäten ausgedrückt.
Grippaler Infekt
Oder Erkältung, beschreibt die Infektionskrankheit, die die oberen Atemwege betrifft. In den meisten Fällen wird diese durch Rhino-oder Adenoviren ausgelöst, welche über kleine Speicheltröpfchen, die beim Husten, Niesen oder Sprechen entstehen, übertragen (Tröpfcheninfektion). Zusätzlich können diese Viren aber auch relativ lange Zeit auf Oberflächen und der Haut überleben und so ansteckend sein. Von den Nasen- und Rachenschleimhäuten können sich die Viren weiter im Körper ausbreiten. Je tiefer die Viren vordringen, desto länger ist normalerweise bei einem Infekt die Dauer. Erkältung oder Verkühlung können außerdem Ausgangspunkt einer zusätzlichen bakteriellen Infektion sein. Während einer Erkältung sind die Schleimhäute so geschwächt, dass Bakterien ungehinderter in den Körper eindringen können. Die Medizin spricht dann von einer Sekundär- oder Superinfektion. In solchen Fällen kann sich die Dauer und der Verlauf der Krankheit verlängern. Ein typischer Krankheitsverlauf beginnt mit leichten Beschwerden, wie Halskratzen oder einer laufenden Nase. Innerhalb von zwei Tagen steigern sich die Symptome, bis sie am zweiten oder dritten Tag ihre maximale Ausprägung erreichen. Danach klingen die Symptome langsam wieder ab. Eine einfache Erkältung dauert in der Regel nicht länger als eine Woche. Wenn man die Erkältung ignoriert und nicht entsprechend auskuriert, kann sich diese über viele Wochen oder sogar Monate hinziehen. Man spricht dann von einer chronischen Erkältung.
Herzinfarkt
Siehe Infarkt.
Homo sapiens sapiens
Bezeichnung für einen besonders weisen und klugen Menschen.
Homöopathie
Der Begriff stammt aus dem Griechischen und kann mit „ähnliches Leiden“ übersetzt werden. Die Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie. Mit Hilfe der passenden homöopathischen Arznei wird im Körper ein Reiz gesetzt, der die Selbstheilungskräfte aktiviert und dem Körper so hilft, zu gesunden. Der Begründer der Homöopathie, Dr. Samuel Hahnemann (1755 – 1843), formulierte den Satz „Similia similibus curentur“, was übersetzt wird mit „Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden“. Dieses sogenannte Ähnlichkeitsprinzip ist die Grundlage der Homöopathie und besagt, dass eine Substanz, die beim Gesunden bestimmte Symptome hervorruft, ähnliche Symptome beim Kranken zu heilen vermag.
Homöostase
Aufrechterhaltung des inneren Milieus des Körpers mit Hilfe von Regelsystemen. Diese Systeme können u. a. sein: die Regelung des Kreislaufs, der Körpertemperatur, des pH-Wertes, des Wasser- und Elektrolythaushaltes oder die Steuerung des Hormonhaushaltes. Der Ausdruck wird sowohl in der Medizin als auch in der Psychologie verwendet.
Hydridion
Wasserstoffatom das ein zusätzliches Elektron übertragen kann. Symbolische Schreibweisen: „H-“.
Hydronium(ion)
Auch Hydroxonium oder Oxonium genannt, ist ein protoniertes Wassermolekül. Dieses entsteht durch die Anlagerung eines Säureprotons (H+) an eines der beiden freien Elektronenpaare des Sauerstoffs im Wassermolekül. Die chemische Summenformel lautet H3O+.
Hydroxypathie
Verfahren zur Erkennung (Diagnose) von Stoffwechselveränderungen und deren prätherapeutischen Behandlung. Der zielgerichtete Einsatz von Hydroxidionen (OH-) und Wasserstoffionen (H+) in einer hexagonal strukturierten Wassermatrix dient zur Regulierung des physiologischen Säure-Basen-Haushalts und zur Einstellung eines therapierfähigen Milieus.
Immunsystem, Immunabwehr
Schützt den gesamten Organismus vor schädlichen Krankheitserregern. Die einzelnen Komponenten der Immunabwehr sind entweder angeboren oder erworben. Als Immunantwort bezeichnet man die Reaktion des Immunsystems auf körperfremde Organismen oder Substanzen. Die allgemeine Abwehr (Haut, Magensäure, Darm), die zelluläre Abwehr (Fresszellen, Killerzellen, Gedächtniszellen, Enzyme) und die humorale Abwehr (Antikörper) bilden drei ineinandergreifende Barrieren.
Infarkt
Absterben von Gewebe (Nekrose) infolge einer Sauerstoffunterversorgung (Hypoxie) durch unzureichenden Blutzufluss (Ischämie). Dem Infarkt gegenüber steht die Infarzierung, bei der vorwiegend eine Abflussbarriere Grund für die Hypoxie ist. Umgangssprachlich wird unter Infarkt oft der Herzinfarkt bezeichnet. Das Wort Infarkt leitet sich ab vom lateinischen Verb "infarcire" was übersetzt „hineinstopfen“ bedeutet.
Inkubieren
Hat mehrere Bedeutungen A) Anzüchten von Zell- oder Bakterienkulturen in einem Wärmeschrank (Inkubator) B) Einwirken lassen von Enzymen, Antikörpern, etc. auf einen biochemischen Stoff (Substrat) C) die Etablierung und Vermehrung von Krankheitserregern im Körper (Inkubationszeit).
Insulin
Peptidhormon, das die Aufnahme von Glukose in Körperzellen reguliert. Es wirkt blutzuckersenkend und spielt eine wesentliche Rolle bei der Therapie der Diabetes mellitus. Insulin ist der natürliche Gegenspieler des Hormons Glukagon (Glucagon). Der Name Insulin kommt von den Inselzellen (Langerhans-Inseln) der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), die das Insulin bilden.
Ion
Elektrisch geladenes Atom oder Molekül. Im neutralen Zustand haben Atome und Moleküle gleich viele Elektronen und Protonen. Hat ein Atom oder Molekül jedoch ein Überschuss bzw. Mangel an Elektronen, ist es Träger einer elektrischen Ladung und wird zum Ion. Ionen mit Elektronenmangel sind positiv, mit Elektronenüberschuss negativ geladen. Vgl. Kation und Anion.
Ionenfilterfunktion
Bezieht sich auf die Selektivität von Membranionenkanälen und ist begründet durch den Durchmesser der röhrenförmigen Membrankanalproteinkomplexe und deren Ladungsdichte bzw. Polarität innerhalb des Kanals. Des Weiteren kann durch das Andocken eines entsprechenden Ions und einer exponierten Stelle des Kanalproteins an der Membranoberfläche der Öffnungsmechanismus ausgelöst werden.
Ionenkanäle
Röhrenförmig angeordnete, in die Zellmembran eingelagerte Proteinkomplexe, die in der Regel äußerst selektiv und nur für einzelne Ionen-Arten durchlässig sind. Die Kriterien der Selektivität beruhen auf dem Durchmesser und den Ladungsverhältnissen innerhalb des Kanals. Man unterscheidet zwischen spannungs-, chemisch und mechanisch gesteuerten Ionenkanälen. A) Spannungsgesteuerte Ionenkanäle öffnen sich in Abhängigkeit des Membranpotentials. Alle Nervenzellen besitzen diese Art von Ionenkanäle. B) Chemisch gesteuerte Ionenkanäle öffnen sich, wenn sich ein bestimmtes Molekül an sie bindet. Sie treten u. a. an Synapsen oder in vielen Sinneszellen auf. C) Mechanisch gesteuerte Ionenkanäle öffnen sich in Abhängigkeit von der mechanischen Spannung an der Oberfläche der Zelle. Sie kommen z. B. in mechanischen Sinneszellen vor.
Ionisierende Strahlung
Bezeichnung für jede Teilchen- oder elektromagnetische Strahlung, die das Potential besitzt, Elektronen aus Atomen oder Molekülen herauszustoßen, so dass positiv geladene Ionen oder Molekülreste zurückbleiben (Ionisation). Radioaktive Stoffe verfügen über ionisierende Strahlung, die umgangssprachlich auch als radioaktive Strahlung bezeichnet wird. Arten der ionisierenden Strahlung: A) Strahlung mit einer Wellenlänge von unter 250 nm: kosmische, Ultraviolett- (UV), Gamma- und Röntgenstrahlen. B) Freie Protonen und Elektronen sowie andere geladene Teilchen mit einer Bewegungsenergie (kinetische Energie) von 5 Elektronenvolt (eV). C) Freie Neutronen sind zwar elektrisch neutral, ionisieren aber indirekt durch Kernreaktionen oder Streuprozesse an Atomkernen.  
Janma Kundali
Geburtshoroskop nach der vedischen Astrologie (Jyotish). Es wird auch als Rad des Lichts oder Rad des Lebens bezeichnet, da die Bedeutung des Wortes Horoskop in anderen Kulturkreisen anders interpretiert und verstanden wird. Viele traditionell und religiös orientierte Hindu kennen ihr Janma Kundali und wenden es zur Beantwortung verschiedenster Lebensfragen an.
Jyotish
Astrologie der Veda (altindische Ausdruck bzw. Sanskritwort für Wissen). Es wird „Dschjotisch“ ausgesprochen und bedeutet übersetzt „das beste Licht“. Damit ist das lebensspendende Licht der Sonne gemeint, das mit dem Sehsinn wahrnehmbar ist. Es ist das Licht des Bewusstseins, aus welchem der Veda (Wissen) zufolge das gesamte Universum hervorgeht und in dem es jederzeit gegründet ist. „Vereinheitlichtes Feld“ ist die Bezeichnung der modernen Naturwissenschaft für dieses „beste Licht“. Die Religion nennt es Gott. Der Veda gebraucht oft den Ausdruck Brahman. Wie auch immer man es bezeichnet: nach der Überlieferung ist es die allumfassende Realität des Lebens, in welche die gesamte kosmische Aktivität jederzeit eingebunden ist. Es heißt, so, wie der Körper eines Lebewesens aus den in der DNS gespeicherten Informationen, aus Wissen, aus Erinnerung, aufgebaut wird, entsteht das Universum aus dem Veda.
K+
Einfach positiv geladenes Kation des Kaliums.
Kapha
Einer der drei Ayurveda Typen, welcher das erhaltende und stabilisierende Prinzip des Körpers repräsentiert und sich aus den Elementen Wasser und Erde zusammensetzt. Es hat seinen Sitz in den oberen zwei Drittel des Magens und in der Brust und ist für folgende Aspekte verantwortlich: die Körperstruktur, den Flüssigkeitshaushalt, den Zusammenhalt und die Stabilität der Strukturen unseres Körpers sowie die Förderung der natürlichen Abwehrkräfte.
Kapillare
Sehr feine Ader bzw. sehr feines Blutgefäß.
Katalysator
Stoff/Verbindung, der eine chemische Reaktion herbeiführt und beschleunigt, dabei aber selbst unverändert bleibt. Zur Unterstützung der Reaktion bilden sich lediglich kurzlebige Zwischenprodukte zwischen Reaktionspartnern und Katalysator. Dadurch wird die Aktivierungsenergie, deren Überwindung notwendig ist, um eine chemische Reaktion auszulösen, herabgesetzt. Enzyme sind Biokatalysatoren, die die Stoffwechselprozesse eines Lebewesens steuern und die Zu- und Abfuhr von Energie in einem verträglichen Maß kontrollieren.
Kation
Elektrisches Teilchen (Ion), das positiv geladen ist und sich im elektrischen Feld zur Kathode (Minuspol) bewegt. Ggs. Anion.
Kernspinresonanzspektroskopie
Abgekürzt als NMR-Spektroskopie – vom englischen Ausdruck nuclear magnetic resonance abgeleitet – ist eine spektroskopische Methode, welche die Untersuchung der elektronischen Umgebung einzelner Atome und der Wechselwirkungen mit seinen Nachbaratomen erlaubt. Diese Information ist oft ein Schlüssel zur Aufklärung von Strukturen und der Dynamik von Molekülen. Diese wird standardmäßig in der organischen Chemie und in der Biochemie verwendet. Es sind aber nicht alle Arten der Elementatome des Periodensystems einer NMR-spektroskopischen Untersuchung zugänglich, sondern nur solche, deren Kernspin von Null verschieden ist und damit ein magnetisches Moment besitzen. Dies sind alle Arten (Isotope), die eine ungerade Atomkernbausteinzahl (Nukleonenzahl) oder Ordnungszahl besitzen. Eine der Kernspinresonanzspektroskopie verwandte Methode ist die Elektronenspinresonanz-(ESR)-Spektroskopie.
Kinesiologie
Ganzheitliche Methode, die Gesundheit zu verbessern, Stress abzubauen, seine Leistungsfähigkeit zu erhöhen und Blockaden zu lösen. Das Diagnosewerkzeug der Kinesiologen ist der sogenannte Muskeltest. Durch diesen wird geprüft, was den Körper belastet, was Blockaden hervorruft und mit welcher geeigneten Technik diese aufgelöst werden können. Dies funktioniert, da alle von uns gemachten Erfahrungen im Nervensystem und im Zellgedächtnis gespeichert sind. Zum Abbau und Ausgleich der Blockaden stehen dem Behandelnden unterschiedliche Techniken zur Verfügung, die individuell und punktgenau auf den Klienten abgestimmt werden. Je nach Ausbildung des Anwenders wird in begleitende, coachende und therapeutische Kinesiologie unterschieden. Diese werden zur Lernberatung, zur Selbstentfaltung, in der ganzheitlichen Medizin, im Coaching, zur Leistungsoptimierung im Sport, zum Abbau von Ängsten und anderen Konflikten und Blockaden, im Stressmanagement, zur Gesundheits-Prävention, in der Psychotherapie und nicht zuletzt im Management und in der Organisationsberatung eingesetzt.
Klangschalentherapie
Therapieform, bei der spezielle Klangschalen auf den Körper eines Menschen abgestellt und angeschlagen werden. Die auf diese Art und Weise erzeugten akustischen Schwingungen werden in den Körper transportiert. Da Wasser sehr gut leitet und der menschliche Körper – je nach Alter – zu 50 - 80 % aus Wasser besteht, können sich diese Schwingungen im ganzen Körper ausbreiten und Dinge „zum Fließen“ bringen. Es lösen sich (Ver-)Spannungen, Selbstheilungskräfte setzen ein und Energien werden frei. Die Schwingung einer Klangschale ist physikalisch messbar und jede Schale hat ihre eigene Schwingungsfrequenz. Da Planeten und Chakren ebenfalls in einer bestimmten Frequenz schwingen, kann Ihnen Klangschalen zugeordnet werden. Bei einer Klangschalentherapie wird unter Berücksichtigung der individuellen Biographie des Patienten die dazu passende Klangschalen für die Sitzung ausgewählt.
Kohlenhydrate
Auch als Saccharide bezeichnet, umfasst die Stoffklasse der Zucker. Weitere in diesem Rahmen geläufige Begriffe sind Hexose oder Pentose. Diese leiten sich vom Kohlenstoffgerüst der Einfachzuckermoleküle (Monosaccharide) ab, das bei der Hexose aus 6 (z. B. Glukose/Traubenzucker, Fruktose/Fruchtzucker, Galaktose/Schleimzucker) bzw. bei der Pentose (z. B. Ribose, Arabinose, Xylose) aus 5 Kohlenstoffatomen besteht. Als Produkt der Photosynthese bilden Kohlenhydrate den größten Teil der Biomasse. Neben den Fetten und Eiweißen (Proteinen) stellen die Kohlenhydrate als Monosaccharide (Einfachzucker, u. a. Glukose, Fruktose, Ribose, etc. ), Disaccharide (Zweifachzucker bzw. Tandem aus zwei verbundenen Monosacchariden, u. a. Saccharose/Rohrzucker, Laktose/Milchzucker, Maltose/Malzzucker, etc.) und Polysaccharide (Vielfachzucker, bestehend aus einer Kette von vielen Monosaccharid-Gliedern, u. a. Stärke, Zellulose, Chitin, etc.) den mengenmäßig größten Anteil an verwertbarer Nahrung und nicht-verwertbarer Ballaststoffe dar. Außerdem spielen Zucker eine zentrale Rolle als physiologischer Energieträger, als Stützmaterial – vor allem im Pflanzenreich – und in biologischen Signal- und Erkennungsprozessen (u. a. Zell-Zell-Erkennung, Blutgruppen) eine entscheidende Rolle. Die Monosaccharide, Disaccharide sowie kleinere Zuckerketten (Oligosaccharide, z. B. Raffinose) sind wasserlöslich, haben einen süßen Geschmack und werden im engeren Sinne als Zucker bezeichnet. Die Polysaccharide sind hingegen schwer oder nicht wasserlöslich und geschmacksneutral. Alle Kohlenhydrate, die keine Monosaccharide sind, werden als Mehrfachzucker bezeichnet.
Komplementäre Medizin
Diagnose- oder Therapieverfahren, die außerhalb der schulmedizinischen Anwendungen stehen, diese jedoch ergänzen. Die Komplementärmedizin grenzt sich von der Alternativmedizin dadurch ab, indem sie nicht den Anspruch erhebt, schulmedizinische Verfahren zu ersetzen. Im Gegensatz zur Alternativmedizin versucht die Komplementärmedizin durch das gemeinsame Wirken mit der Schulmedizin Synergieeffekte zu erzielen.
Kontraktilität
Fähigkeit von Organen und Geweben, sich zusammenzuziehen. Diese wird durch spezialisierte Motorproteine ermöglicht, zu denen unter anderem Aktin und Myosin gehören. Bei unzureichender Kontraktilität ist die Leistung eines Muskels bzw. die Auswurfleistung des Herzens ungenügend.
Laktose (Lactose)
Chemische Summenformel: C12H22O11. Wird auch als Milchzucker bezeichnet und ist ein Disaccharid. Laktose ist Bestandteil der Muttermilch und somit bei der Ernährung junger Säugetiere wesentlich. Um diesen Zucker verdauen zu können, muss das entsprechende Ferment (Enzym) Laktase das Disaccharid in die Einfachzucker Galaktose und Glukose aufspalten. Die Laktase wird im Erwachsenenalter nur noch in geringerer Menge gebildet. Kann Laktose aufgrund geringerer Verfügbarkeit von Laktase nicht mehr gespalten werden, spricht man von Milchzuckerunverträglichkeit oder Laktoseintoleranz.
log10-Stufen
Maß für die Keimreduzierung. Eine log10-Stufe bedeutet die Reduktion von 90% der ursprünglichen Keimpopulation (von 100 [= 10 x 10 bzw. 102] Keimen haben 10 überlebt. In den Lebenswissenschaften beschreibt diese Maßeinheit die Reduktion jeweils in Zehnerpotenzen: 1 log10-Stufe= 90%, 2 log10-Stufen= 99% (entspricht in etwa der Seifenwirkung), 3 log10-Stufen= 99.9%, 4 log10-Stufen = 99,99 % bis 7 log10-Stufen =99,99999 % (entspricht den Vorgaben für Desinfektion).
Logarithmus
Hochzahl (Exponent), mit dem eine vorher festgelegte Zahl (die Basis) potenziert werden muss, um die gegebene Zahl zu erhalten. Logarithmen sind nur für positive reelle Zahlen definiert und auch die Basis muss positiv sein.
Lungenembolie
Verstopfung eines Blutgefäßes der Lunge (Lungenarterie), die vorwiegend durch ein Blutgerinnsel herbeigeführt wird. Der Blutstrom zur Lunge wird dadurch vermindert. Somit kann die Lunge weniger Blut mit Sauerstoff anreichern. Betroffene leiden häufig unter plötzlicher Atemnot und Brustschmerzen. In den meisten Fällen entsteht die Lungenembolie als Folge einer Thrombose, zum Beispiel in den Venen des Unterschenkels. Je nach Größe kann er dort kleine oder große Lungenarterien verstopfen und damit einen Teil der Lunge vom Blutkreislauf abtrennen. Aber auch fetthaltiges Knochenmark, welches nach Brüchen großer Knochen in die Blutbahn gelangen kann und größere Mengen von Luft durch beispielsweise fehlerhaft ausgeführte intravenöse Injektionen oder Infusionen oder Fruchtwasser bei Schwangeren während der Entbindung können eine Embolie auslösen. Lungenembolien können sehr kleine Gefäße betreffen, sind fast symptomlos und werden oftmals zufällig bei Untersuchungen entdeckt. Andere Formen sind dagegen so schwerwiegend, dass es innerhalb kürzester Zeit zum Kreislaufstillstand kommen kann. Ist ein großes Lungenareal betroffen, spricht man auch von einer fulminanten Lungenembolie.
Magnetfeldtherapie
Basiert auf der Tatsache, dass Körperzellen durch elektromagnetische Impulse beeinflussbar sind. Die Physik zeigt, dass jede Magnetfeldänderung zu einem elektrischen Feld führt. Viele Vorgänge im Körper werden direkt durch elektrische Prozesse ausgelöst. Zudem spielen elektrische Ladungen eine wichtige Rolle im Zellstoffwechsel. Ist der Körper krank, kommt es zu Störungen im elektrischen Haushalt. Dies beeinträchtigt die Energieversorgung und Abfallprodukte werden nur noch unzureichend aus den Zellen abtransportiert. Die Magnetfeldtherapie wird eingesetzt, um die gestörten elektrischen Abläufe neu auszurichten. Ziel ist es, die Funktion kranker und inaktiver Zellen zu normalisieren und Heilungsprozesse zu fördern. Dazu werden prinzipiell zwei Verfahren eingesetzt. A) Bei der Therapie mit statischem Magnetfeld werden Magnetpflaster verwendet. Es gibt diese Magnete auch als Bänder, Bandagen, Matten, Schmuckartikel und Einlegesohlen. Im Unterschied zu pulsierenden Magnetfeldern beeinflussen diese statischen Magnetfelder ruhende Ladungen nicht. B) Bei dem Einsatz von pulsierenden Magnetfeld wird ein Magnetfeld in sehr kurzen Abständen auf- und abgebaut. Frequenz und Stärke der Pulse wird an die Krankheit angepasst. Bei der Behandlung können sich Abfallprodukte des Stoffwechsels aus den Zellverbänden und Geweben lösen. Deshalb sollte zur Unterstützung der Therapie viel getrunken werden. Je nach Befund setzt eine rasche Wirkung ein oder erst nach ein paar Wochen. Diese Therapieform wird vor allem bei Beschwerden des Bewegungsapparats wie zum Beispiel Arthritis, Rheuma oder Rückenschmerzen eingesetzt. Aber auch bei Wundheilungs- und Durchblutungsstörungen, Schlaflosigkeit, Schmerzen, Stress und Unruhezuständen findet sie Anwendung. Dagegen ist Magnetfeldtherapie für Menschen mit einem Herzschrittmacher und auch für Schwangere nicht geeignet.
Magneto-quantische Feld
Nach Serge Aguilera verfügt der Mensch über vier magneto-quantische (Kraft-)Felder (Psyche, Physis, Gedanken und Geschlechtsidentität), die im harmonischen Gesundheitszustand parallel zur Körperachse stehen. Durch störende elektromagnetische Schwingungen werden diese aus ihrer Balance gebracht, was im dauerhaften Zustand zu einem Krankheitszustand führt. Die Abweichungen von Normal und Ungleichgewichtszustand wird in Gravitäten gemessen.
Malaria
Auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt, ist eine der weltweit am häufigsten auftretenden Infektionskrankheit, die durch einzellige Parasiten, den Plasmodien, ausgelöst wird. Der Begriff stammt aus dem Italienischen „mala aria“, was so viel wie „schlechte Luft“ bedeutet, wie diese in Sumpfgebieten anzutreffen ist. Der Grund, warum diese Krankheit in warm-feuchten, sumpfigen Gebieten auftritt, ist durch den Überträger des pathogenen Keims, die Anophelesmücke, begründet. Diese findet in tropischen und subtropischen Ländern hervorragende Lebensbedingungen vor. Inzwischen ist die Anophelesmücke aber auch durch Griechenland bis nach Europa vorgedrungen. Die Plasmodien benötigen zwei Wirte, in denen sie in unterschiedlicher Gestalt leben: Die Mücke dient ihnen als Hauptwirt und der Mensch als Zwischenwirt. Die Krankheitserreger gelangen über den Stich der infizierten Anophelesmücke in den menschlichen Körper. Dort vermehren sie sich zunächst in der Leber, streuen dann aber aus und befallen schließlich die roten Blutkörperchen (Erythrozyten), in denen sie sich erneut vermehren. Da der Entwicklungszyklus der Plasmodien in den Blutkörperchen meist zyklisch verläuft, treten auch die einhergehenden Fieberschübe in regelmäßigen Abständen auf. Heilbar ist diese Krankheit, wenn zügig nach der Infektion mit der Therapie begonnen wird. Unbehandelt kann sie tödlich sein.
Membranfleck-Klemmen-Technik (eng. patch clamp)
Messmethode der Elektrophysiologie, die auf der Technik der Spannungsklemme aufgebaut ist. Damit lässt sich der Strom durch einzelne Ionenkanäle der Membran von Zellen ermitteln. Die entsprechend gemessenen Stromstärken sind in der Größeneinheit von wenigen Picoampere (10−12 Ampere). Die Bezeichnung Membranfleck (eng. Patch) bezieht sich auf den kleinen Membranausschnitt unter der Patch-Pipette, die zugleich Messelektrode ist. Während der Messung wird der Membranfleck auf einem vorgegebenen Potential gehalten (engl. to clamp: befestigen, festklemmen).
Membranpotential
Elektrische Potentialdifferenz (Potential), die zwischen dem Innern einer Zelle und der durch Membranen abgetrennten extrazellulären Flüssigkeit besteht. Die Ausbildung eines Membranpotentials ist eine Eigenschaft aller Zellen. Dieses besitzt eine wichtige Funktion bei biologischen Prozessen. Eine besondere Bedeutung hat das Membranpotential für Nervenzellen, Muskelzellen (Muskeln, Muskulatur) und Sinneszellen. Infolge von Reizeinwirkungen (Erregung) treten bei den entsprechenden Zellen Spannungsänderungen auf, die vom Membran-Ruhe-Potential ausgehen und wieder zu diesem zurückkehren. Die Höhe des Membranpotentials ist von Zelle zu Zelle unterschiedlich und liegt in der Regel zwischen –50 mV und etwa –100 mV, wobei sich das Zellinnere negativ gegenüber der Außenseite verhält. Kleinere Membranpotentiale kommen nur bei glatten Muskelzellen in einer Größenordnung von –30 mV vor.
Metabolismus
Oder Stoffwechsel umfasst die Gesamtheit der chemischen Prozesse in einem Lebewesen. Dabei wandelt der Organismus chemische Verbindungen in Zwischenprodukte (Metaboliten) und Endprodukte um. Diese biochemischen Vorgänge dienen dem Aufbau und der Erhaltung der Körpersubstanz (Baustoffwechsel) sowie der Energiegewinnung für energieverbrauchende Aktionen (Energiestoffwechsel) und damit der Aufrechterhaltung der Körperfunktionen. Wesentlich für den Stoffwechsel sind Enzyme, die chemische Reaktionen beschleunigen und lenken (katalysieren).
Metall
Element, das sowohl elektrisch als auch wärmeleitfähig ist und einen metallischen Glanz aufweist. Metalle sind verformbar und wegen ihrer mechanischen und elektrischen Eigenschafen weit verbreitete Werkstoffe, z. B. im Fahrzeugbau, in der Elektrotechnik und in der Bauindustrie. Über 75% aller chemischen Elemente sind Metalle. Die typischen Metalleigenschaften ergeben sich aus dem Bau der Metalle, d. h. der Art der Teilchen und den zwischen den Teilchen wirkenden Kräften. Man bezeichnet diese Form der Bindung als Metallbindung Einige Metalle sind seit etwa 7000 Jahren bekannt. Um 3 000 v. Chr. sind erste Legierungen nachgewiesen worden. Gold wurde zuerst verwendet, später Silber und Kupfer, da diese in der Natur gediegen bzw. als reines Element vorkommen oder seither leicht zu gewinnen sind. Über Jahrtausende wurden Arbeitstechniken entwickelt, um Metalle aus ihren Erzen zu isolieren. Die Herstellung und Bearbeitung bestimmter Metalle prägte ganze Entwicklungsepochen, z. B. die Bronzezeit (ca. 2 000 v. Chr.) oder die Eisenzeit (ca. 1 000 v. Chr.).
Metallkation
Siehe Kation. Beispiele für Metallkationen: Zn2+, Se2+, Ca2+, Mg2+, K+, Na+
Metastabilität, metastabil
ist eine schwache Form der Stabilität. Ein metastabiler Zustand ist stabil gegen kleine Änderungen, aber instabil gegenüber größeren Änderungen.
Metastasen
Gestreute Tochtergeschwülste/-knoten eines bösartigen Tumors in weiteren Organen. Aus dem ursprünglichen Tumor dringen einzelne Tumorzellen in die Lymphgefäße oder in die Blutbahnen ein. Von dort gelangen sie in die tumornahen Lymphknoten und in verschiedene andere Organe wie z. B. in Leber, Lunge, Bauchfell, Gehirn oder auch Knochen. Sie wachsen dort an und bilden dann neue Tumorknoten. Wenn solche Metastasen in lebenswichtige Organe wachsen und nicht beseitigt werden, kommt es zum Organversagen und zum Tod des Patienten.
Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus (MRSA)
Staphylokokkenart, die seit dem umfangreichen Einsatz von Antibiotika mit Beginn der 60er Jahren des vergangenen Jahrhunderts zunehmend auftritt. In Kliniken und Pflegeeinrichtungen spielen MRSA als Verursacher von nosokomialen (Krankenhaus-)Infektionen eine beachtenswerte Rolle. Da die Mehrheit der MRSA-Stämme nicht nur gegen Beta-Laktam-Antibiotika, sondern auch gegen andere Antibiotika-Gruppen resistent sind, rechtfertigt sich das Attribut multiresistent.
Mg2+
Zweifach positiv geladenes Kation des Magnesiums.
Milieu
Gesamtheit der angetroffenen Bedingungen für den Stoffwechsel, die sowohl in einer lokalen Umgebung (Gewebe oder Zelle) als auch in einem gesamten Organismus im Moment gegeben sind. Milieuabweichungen zur Norm sind Ursachen für Mangel, Fehlfunktionen und bergen Krankheitspotential. Nach dem Zitat des französischer Arztes und Physiologen Claude Bernard (1813-1878) „Der Keim ist nichts, das Milieu ist alles,“ sind günstige Bedingungen, die ein Pathogen vorfindet, die eigentliche Ursache für eine Erkrankung.
Mineralstoffe
Mineralstoffe sind für den Organismus lebensnotwendige anorganische Nährstoffe (meist in ionischer Form, seltener als Element), welche dieser nicht selbst produzieren kann. Diese müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Anders als einige Vitamine, sind diese gegen die meisten Zubereitungsmethoden unempfindlich und können durch Hitze oder Luft nicht zerstört werden. Viele von ihnen können allerdings durch übermäßig langes Kochen in zu viel Wasser aus der Nahrung herausgelöst werden und gehen dann verloren, wenn das Kochwasser nicht mit verwertet wird. Umgangssprachlich werden Mineralstoffe oft auch Minerale oder Mineralien genannt. Diese Bezeichnung ist ein bisschen irreführend, da chemisch betrachtet ein Mineral ein Element oder eine Verbindung darstellt, die im Allgemeinen kristallin und durch geologische Prozesse gebildet worden ist.
Monomer
Niedermolekulares, reaktionsfähiges Molekül, dessen Einheiten sich zu nichtverzweigten oder verzweigten Polymeren zusammenschließen können. Monomere können Einzelsubstanzen, aber auch Gemische unterschiedlicher Verbindungen sein.
Multiple Sklerose (MS)
Chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems (ZNS, bestehend aus dem Rückenmark und dem Gehirn inklusive Sehnerv). Durch die Entzündung der Nervenstrukturen kommt es zu verschiedenen Beschwerden wie Seh- und Gefühlsstörungen, Schmerzen oder Lähmungen. Bislang ist diese Krankheit nicht heilbar. Mit Medikamenten lässt sich der Verlauf der Erkrankung aber beeinflussen. MS ist eine Autoimmunerkrankung, d. h. die Abwehr- bzw. Immunzellen des Körpers, die gewöhnlich Eindringlinge wie Viren oder Bakterien bekämpfen, richten sich gegen körpereigene Strukturen. Im Fall der MS werden die Hüllen der Nervenfasern (Myelinscheiden) attackiert und zerstört (Demyelinisierung). Auch sind die Nervenfasern und Nervenzellen davon betroffen. In der Folge kommt es zu Ausfällen und Fehlfunktionen bei der Weiterleitung von Nervensignalen. Diese können sich auf unterschiedlichste Weise äußern, weil die Entzündungsherde in allen Bereichen des ZNS auftreten können. MS beginnt meist im frühen Erwachsenenalter zwischen 20 und 40 Jahren. Dabei ist die Quote bei Frauen ungefähr doppelt so hoch als bei Männern. MS ist die Krankheit mit den 1000 Gesichtern, da sie eine Vielzahl mannigfacher Leiden auslösen kann. Im Gegensatz zu vielen anderen Krankheiten gibt es keine typischen Anzeichen, die ausschließlich bei der MS vorkommen. Die meisten Beschwerden können auch bei anderen Krankheitsbilder auftreten, etwa bei Mangeldurchblutung des Gehirns oder beim Bandscheibenvorfall. Die aufwändige MS-Diagnose setzt sich aus verschiedenen Untersuchungsschritten zusammen: A) Erhebung der Krankengeschichte (Anamnese), B) körperliche Untersuchung (klinischer Befund) und C) Laboruntersuchungen (wie Kernspintomografie/MRT, evozierte Potenziale (EEG), Untersuchung des Nervenwassers, Blutuntersuchungen).  
Na+
Einfach positiv geladenes Kation des Natriums.
Nährstoffe
Stoffe, Verbindungen, die vom Organismus aufgenommen und mit Hilfe des Stoffwechsels verarbeitet werden. Nährstoffe werden von allen Lebewesen aufgenommen. Man unterscheidet zwischen essentiellen Nährstoffen und solchen, die Körper selbst durch Energieverbrauch produzieren kann. Erstere müssen mit der Nahrung aufgenommen werden. Zum Spektrum der Nährstoffe zählen Vitamine, Proteine/Eiweiße, Fette, Kohlenhydrate/Zucker, Mineralstoffe und Wasser. Wer sich gesund ernährt, achtet nicht nur auf eine ausreichende Zufuhr von Nährstoffen, sondern auch auf die Kombination der Lebensmittel und deren Qualität.
Natriumchlorid
Chemische Summenformel: NaCl. Wissenschaftliche Bezeichnung für Kochsalz.
Nekrose
Zellsterben aufgrund schädigender äußerer Einflüsse, wie Verletzungen des Gewebes, radioaktive Strahlung oder Umweltgifte.
Neurodermitis
Auch als atopisches Ekzem bezeichnet, ist eine entzündliche Hauterkrankung, die in Schüben auftritt. Sie äußert sich mit peinigendem Juckreiz und trockener Haut. Betroffene Körperpartien sind Kopfhaut, Gesicht und Hände. Wissenschaft und Medizin sind sich bislang einig, dass genetische Ursachen bei der Entstehung der Hauterkrankung eine Rolle spielen. Die Krankheit wird von den Eltern auf die Kinder vererbt. Neurodermitis verläuft chronisch, endet aber meistens mit der Pubertät. Jedoch haben einige Patienten ihr gesamtes Leben mit dieser Krankheit zu tun.
Nichtmetalle
Etwas mehr als ein Viertel aller im Periodensystem gelisteten Elemente sind Nichtmetalle, die sich im Atombau und damit in den Eigenschaften zu den Metallen deutlich abgrenzen. Zu den Nichtmetallen werden die Elemente Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Phosphor, Sauerstoff, Schwefel, Selen sowie die Halogene (Fluor, Chlor, Brom, Iod, Astat) und die Edelgase (Helium, Neon, Argon, Krypton, Xenon, Radon) gezählt. Im Gegensatz zu den Metallen leiten sie den elektrischen Strom und die Wärme im Allgemeinen schlecht. Von einigen Nichtmetallen existieren jedoch einige Modifikationen, die elektrisch leitend sind. Z. B. leitet die Kohlenstoffmodifikation Grafit im Gegensatz zur Modifikation Diamant elektrischen Strom. Diese Elemente bilden Molekülverbindungen oder Salze und weisen meist eine hohe Elektronegativität (Elektronenanziehungskraft) auf. Anders als die Metalle, neigen Nichtmetallatome dazu, Elektronen aufzunehmen und negative Ionen (Anionen) zu bilden.  
Niereninsuffizienz
Unterfunktion einer oder beider Nieren. Dabei kommt es zur Erhöhung der Konzentration von harnpflichtigen Substanzen (Kreatinin, Harnstoff, Harnsäure, etc.) im Blut. Die Therapie der Niereninsuffizienz richtet sich nach der Schwere des Funktionsausfalls und nach der auslösenden Krankheitsursache. Bei leichten bis moderaten Funktionseinschränkungen liegt der Fokus der Therapie auf der Vermeidung einer weiter verschlechterten Nierenfunktion und der entsprechenden Risikofaktoren (z.B. Bluthochdruck/Hypertonie, erhöhter Blutzuckerspiegel/Hyperglykämie, erhöhte Cholesterinwerte/Hyperlipidämie, Rauchen, Langzeitmedikationen/Analgetikaabusus) auszuschalten. Dieses Vorgehen wird durch diätetische Maßnahmen (eiweißreduzierte Ernährung, Kochsalzrestriktion, hohe Trinkmenge) ergänzt. Eine fortgeschrittene Niereninsuffizienz, die zur Retention harnpflichtiger Substanzen führt, macht die Blutwäsche des Patienten notwendig, auch Nierenersatztherapien genannt (Peritonealdialyse/Bauchfelldialyse, Hämofiltration, Hämodialyse). Zusätzliche Maßnahmen sind die Gabe von Erythropoetin (ein Hormon, welches die Produktion der roten Blutkörperchen anregt) und Phosphatbindern (Calciumcarbonat und –Acetat, Aluminiumhydroxid, Lanthancarbonat oder Sevelamer). Eine weitere, limitiert verfügbare Alternative ist die Nierentransplantation.
Numerologie
Auch Zahlensymbolik oder Zahlenmystik genannt, gehört zum spirituellen Wissen der Menschheit. Diese wird als Ratgeber im täglichen Leben, für die eigene seelische Entwicklung, für berufliche Fragen und für die Partnerschaft herangezogen. In der Numerologie geht man von der Annahme aus, dass nichts dem Zufall überlassen ist. Dies betrifft den Tag der Geburt eines Menschen, der die notwendigen Bedingungen erfüllt, damit die Person die ihm gestellten Aufgaben erfüllt und die entsprechenden Lektionen daraus lernen kann. Zudem geht die Numerologie davon aus, dass auch der Name eines Menschen bewusst gewählt worden ist. Alle Eigenschaften, die das Wesen eines Menschen ausmachen, sollen verschlüsselt in den Buchstaben seines Namens zu finden sein. Aus der Deutung des Geburtsdatums und des Namens mit Hilfe vergleichsweise einfacher Rechenschritte lässt sich nun ein Charakterbild eines Menschen erstellen. Ob dieser den Hinweisen und Ratschlägen der Numerologie folgt oder nicht, liegt in seiner Verantwortung. Aber durch diese Methode kann er sich selbst und andere besser kennen und schätzen lernen.
Opiate
Psychoaktive (bewusstseinsverändernde) Substanzen, die aus dem Schlafmohn gewonnen werden. Der Milchsaft des Schlafmohns, das Rohopium, enthält ca. 40 verschiedene Wirkstoffe wie z. B. das Morphin. Zur Gruppe der Opiate gehören Opium sowie Morphium, welche schon seit Jahrtausenden als stark schmerzstillende Mittel eingesetzt werden. Opioide sind Opium-Derivate, die in einem chemischen Prozess aus Morphin, dem natürlichen Bestandteil der Opiate, synthetisiert werden. In der Wirkung sind Opioide den Opiaten sehr ähnlich. Zur Gruppe der Opioide zählt z. B. Heroin. Ein weiteres Opioid ist das Methadon, bekannt als Ersatzstoff für die medizinisch gesteuerte Behandlung von Opiatabhängigkeit, die sogenannte Substitutionsbehandlung.
Organische Stoffe/Verbindungen
Sammelbezeichnung für die von Kohlenstoff abgeleiteten chemischen Verbindungen (Ausnahmen: Kohlenmonoxid [CO], Kohlendioxid [CO2], Carbonate [EIICO3 / EI2CO3] und Carbide [ExCy]), deren Eigenschaften, Strukturen und Umsetzungen Gegenstand der organischen Chemie und, soweit sie in der belebten Natur vorkommen, der Biochemie sind. Die Vielfalt der weit über 1 Million bekannten organischen Verbindungen beruht auf der Eigenschaft des Kohlenstoffatoms vier chemische Bindungen auszubilden und auf dessen Eigenschaft, mit Gleichartigen in großer Zahl und vielfältig variabler Verknüpfung Ketten, Verzweigungen oder Ringe zu bilden. Etwa 90% der organischen Verbindungen bestehen aus Kohlenstoff, Wasserstoff und Sauerstoff. Seltener sind die Bioelemente Stickstoff, Phosphor, Schwefel und die Halogene. Organische Verbindungen mit Metallen werden als metallorganische Verbindungen bezeichnet, wovon als wichtige in der belebten Natur vorkommende Vertreter das Häm und die Hämgruppen-tragenden Proteine, das Chlorophyll und das Cobalamin sind. Ggs: Anorganische Stoffe/Verbindungen.
Organismus
Das Lebewesen als räumlich abgegrenztes Einzelwesen und ein materielles System, das in ständigem Stoffaustausch mit seiner Umgebung steht und fortwährend die materiellen Bestandteile verändert und ersetzt (sich im Fließgleichgewicht erhält). Er kann als System höherer Ordnung untergeordnete Systeme in sich zusammenschließen (z. B. der vielzellige Organismus ein System von Zellen) oder selbst Glied einer höheren organischen Einheit sein (Vergesellschaftung von Einzelwesen, wie Tierstöcke oder -staaten).
Osmose
Die einseitige Diffusion eines Stoffes (in der Regel Wasser) durch eine semipermeable (halbdurchlässige) Membran (griech. osmos = Eindringen). Die semipermeable Membran ist nur für bestimmte Stoffe durchlässig. Wasser kann die Membran immer passieren, die darin gelösten Substanzen wie z.B. Zucker oder Salze jedoch nicht. Der Osmose zu Grunde liegt das Bestreben der Teilchen, einen Konzentrationsausgleich zwischen Innen- und Außenraum der Membran zu schaffen. Deshalb fließt das Wasser immer vom Ort des höheren Wasserpotenzials (weniger gelöste Teilchen), in Richtung des niedrigeren Wasserpotenzials (mehr gelöste Teilchen). Osmotischer Druck besteht solange, bis es zum Ausgleich der Konzentrationen auf beiden Membranseiten kommt. Ab diesem Zeitpunkt fließt in beide Richtungen die gleiche Menge an Wasser (isotonischer Zustand).
Osteoporose
Knochenschwund ist eine sehr häufige Erkrankung, die den gesamten Körper in Mitleidenschaft zieht. Bei dieser Stoffwechselerkrankung kommt es zum Abbau von Knochenmasse. Die Knochen werden porös und brechen sehr leicht oftmals ohne ersichtliche Ursache. Sobald ein solcher Knochenbruch zum ersten Mal auftritt, spricht die Medizin von manifester Osteoporose. Es kann zu starken, akuten Schmerzen und Fehlstellungen kommen, wenn die Knochen anschließend falsch zusammenwachsen. Die Bestandteile von Knochen sind zum einem eine spezielle Gewebematrix, die Form und Stabilität verleiht und zum anderen verschiedene Mineralstoffe, die in die Gewebematrix eingelagert werden. Die beiden wichtigsten Mineralstoffe sind Calcium und Phosphat. Die Knochensubstanz befindet sich in einem fortlaufenden Umbau, um den wechselnden Anforderungen gerecht zu werden. Bis zum 40. Lebensjahr wird im gesunden Zustand mehr Knochenmasse aufgebaut als abgebaut, ab dem 40. Lebensjahr dominiert schließlich der Abbau. Mangelernährung kann den Aufbau neuer Knochenmasse beeinträchtigen und zu Osteoporose führen. Die Knochen verlieren dann schon frühzeitig an Stabilität. Zusätzlich wird der Auf- und Abbau von Knochenmasse durch Hormone gesteuert. Wichtig sind vor allem Vitamin D und Calcitonin. Eine gestörte Hormonregulation begünstigt den Krankheitsausbruch. Vorwiegend leiden ältere Menschen an Knochenschwund, aber auch jüngere Personen können davon betroffen sein. Bei Frauen ist die Quote höher als bei Männern.
Oxidans (Sing.), Oxidantien (pl.)
Verbindung, die andere Stoffe oxidiert (Oxidationsmittel) und dabei gleichzeitig reduziert wird. Vereinfacht ausgedrückt nimmt es einem anderen Stoff die Elektronen ab. Oxidantien sind Elektronenakzeptor (vgl. Radikal).
Oxidativer Stress
Stoffwechsellage, bei der eine physiologische unverträgliche Menge an reaktiver Sauerstoffverbindungen (ROS – eng. reactive oxygen species) gebildet wird bzw. vorhanden ist. Diese reaktiven Sauerstoffverbindungen entstehen im Rahmen von Stoffwechselvorgängen der mitochondrialen Elektronentransportkette und Cytochrom-P450-Oxidasen. Dabei handelt es sich um das Superoxid-Anionenradikal O2·-, Wasserstoffperoxid (H2O2) und das Hydroxylradikal OH·. Gesunde Zellen halten ihre Fähigkeit, reduzierende und oxidierende Stoffe zu neutralisieren, aufrecht, indem sie sowohl oxidierende als auch reduzierende Stoffe einlagern. Ein Ungleichgewicht zwischen diesen Pools, welches die normale Reparatur- und Entgiftungsfunktion einer Zelle überfordert und Schädigungen der zellulären und extrazellulären Makromoleküle verursacht, ist der eigentliche oxidative Stress. Zu den Folgen gehören die Lipidperoxidation – die letztlich dazu führt, dass Zellen mehr Energie aufwenden müssen, um ihr Membranpotenzial zu stabilisieren –, die Proteinoxidation und die Schädigung der DNA. Diese drei Vorgänge gelten als Gründe für den Alterungsprozess und eine geringere Lebenserwartung. Zellen und Geweben verfügen über verschiedene Schutzmechanismen gegen oxidativen Stress: A) Antioxidatives Schutzsystem - enzymatische und nichtenzymatische Radikalfänger und Antioxidantien und B) als sekundärer Schutz - Reparaturmechanismen der DNA und geregelter Abbau von Proteinen.
Oxide
Sauerstoff-Verbindungen, in denen der Sauerstoff die Oxidationszahl -2 innehat (d. h. er hat zwei Elektronen in Form von zwei Elektronenpaarbindungen aufgenommen). Die meisten Oxide entstehen bei der Verbrennung in Gegenwart von Sauerstoff (Ursprung des Wortes Oxidation): Bei der Oxidation geben Stoffe Elektronen an den Sauerstoff ab. Grundsätzlich gilt, dass jede Verbindung eines Elementes mit Sauerstoff als Oxid bezeichnet wird. Eine Ausnahme bilden die Sauerstoff-Fluor-Verbindungen. Dabei gibt der Sauerstoff seine Elektronen an das Fluor, dem elektronegativsten Element ab. Folglich heißen diese Verbindungen nicht Fluoroxide, sondern Sauerstofffluoride.
Oxygenium
Lateinische Bezeichnung für Sauerstoff.
Ozon
Chemische Summenformel: O3. Die aus drei Sauerstoffatomen (triatomar) aufgebaute Verbindung ist ein farbloses bis bläuliches Gas, das einen stechenden, chlorähnlichen Geruch hat. Das Ozonmolekül zerfällt in der Luft unter Normalbedingungen innerhalb einiger Tage, im Dunkeln jedoch sehr schnell zu biatomarem Sauerstoffgas (O2). Einerseits ist Ozon ein starkes Oxidationsmittel, das bei Menschen und Tieren zu Reizungen der Atemwege und der Augen führen kann. Andererseits schützt uns die Ozonschicht in der Stratosphäre vor den Schädigungen der energiereichen und mutagenen (Erbgut verändernden) ultravioletten Strahlung der Sonne.
Panchakarma
Reinigungskur des Ayurveda zur Ausschleusung von Stoffwechselabbauprodukten, unverdauten Nahrungsbestandteilen (mala) und Umweltgiften (ama). Eine „geistige Entschlackung“ (unbewältigte Erfahrungen und Konflikte, etc.) kann ebenfalls Bestandteil der Kur sein. Panchakarma bedeutet „fünffache Handlung“ und steht für die Reinigung des Körpers durch fünf verschiedene Behandlungen. Ausschlaggebend ist die jeweilige Konstitution des zu Behandelnden. Panchakarma ist eine der Phasen der ayurvedischen Wiederherstellung der Lebensenergien (die drei Doshas Vata, Pitta und Kapha).
Parkinson‘schen Erkrankung
Die Schüttellähmung (Morbus Parkinson) ist eine chronische Erkrankung des Gehirns, die durch den Mangel an Dopamin – einen wichtigen Botenstoff der u. a. für den flüssigen Ablauf von Bewegungen verantwortlich ist – ausgelöst wird. Grund für den Mangel ist das Absterben spezieller Zellen im Gehirn, die diesen Botenstoff produzieren. Eine pathologische Absenkung des physiologisch erforderlichen Dopaminspiegels geht mit zahlreichen Störungen der normalen Körperbewegung einher. Hauptsymptome sind Bewegungsverlangsamung, Muskelsteifheit und ein Muskelzittern in der Ruhe. Typischerweise wird die Parkinson’sche Erkrankung zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr entdeckt. Die Krankheit gilt als unheilbar, aber die aktuell zur Verfügung stehenden Medikamente können vielen Betroffenen ein weitgehend beschwerdefreies Leben ermöglichen.
Patch Clamp-Technik
Siehe Membranfleck-Klemmen-Technik.
Pathogen
Als Adjektiv bedeutet es „eine Krankheit verursachend“. In der substantivierten Form werden alle schädlichen Einflüsse zusammengefasst, die eine Erkrankung ursächlich bedingen können, z. B. Krankheitserreger, Gifte oder ionisierende Strahlung. Es werden zwei Arten von pathogen unterschieden: A) fakultativ pathogen nennt man Erreger, die einen geschwächten Immunstatus oder andere Defizite ihres Wirts voraussetzen, um Krankheiten zu verursachen. Sie gehören teilweise zur Normalflora. Beispiel: Koagulase-negative Staphylokokken oder Enterokokken. B) obligat pathogen sind Keime, die auch bei einem gesunden, immunkompetenten Wirt Krankheiten verursachen. Beispiele: Hepatitis-Viren oder Legionellen
Periodensystem der Elemente (PSE)
Anordnung der chemischen Elemente in tabellarischer Form. Die Anordnung richtet sich nach den folgenden Prinzipien: A) Alle Elemente sind mit Ordnungszahl und Symbol aufgeführt. B) Als Perioden werden die waagerechten Zeilen bezeichnet. C) Als Gruppen werden die senkrechten Spalten bezeichnet. Die Ordnungszahl ist nicht nur eine reine Nummerierung um eine übersichtliche Struktur zu ermöglichen. Diese gibt außerdem an, wie viele Protonen sich im Atomkern und wie viele Elektronen sich in einem Element befinden. Zusätzlich werden die Elemente in ihre Wertigkeiten (Ionenladung, Bindigkeit und Oxidationszahl) sowie in verschiedene Familien kategorisiert: Alkalimetalle, Alkalien, Erzbildner, Halogene/Salzbildner, Erdalkalimetalle, Bor-Aluminium-Familie, Nichtmetalle, Stickstofffamilie und Edelgase  
Peristaltik
Wellenförmiges sich Zusammenziehen der glatten Muskulatur von Hohlorganen (z.B. Darm (Intestinum), Harnleiter (Ureter), Eileiter (Tuba uterina)), wodurch deren Inhalt transportiert wird. Das zugehörige Adjektiv ist peristaltisch.
pH-Wert
Eine dimensionslose Zahl, die als Maßeinheit verwendet wird, um den sauren bzw. basischen Charakter einer wässrigen Lösung anzugeben. Er ist der negative dekadische Logarithmus (Zehnerlogarithmus) der Wasserstoffionen-(H+)-Aktivität. Bei pH 0 bis 6 handelt es sich um eine saure Lösung, bei pH 7 ist die Lösung neutral, und bei pH 8 bis 14 handelt es sich um eine basische Lösung.
Phospholipide
Verbindungen, bei denen ein Glycerin-Molekül mit zwei Fettsäure-Molekülen und einem Phosphorsäure-Molekül verbunden ist. Der Phosphorsäure-Rest ist wiederum mit einem weiteren organischen Molekül verknüpft. Je nach der Beschaffenheit dieses organischen Anhangs, unterscheidet man in A) Phosphatidylcholine, B) Phosphatidylethanolamine und C) Phosphatidylserine. Diese Gruppen sind alle Bestandteile von Zellmembranen. Jedoch gibt es für die Membranen der verschiedenen Zelltypen unterschiedliche Lipid-Zusammensetzungen.
Photon
Auch als Lichtquant oder Lichtteilchen bezeichnet, ist ein Elementarteilchen des elektromagnetischen Feldes. Anschaulich gesprochen sind Photonen das, woraus elektromagnetische Strahlung besteht. Die Entdeckung der Quantisierung der elektromagnetischen Strahlung geht auf das plancksche Strahlungsgesetz aus dem Jahr 1900 zurück, welches die Wärmestrahlung schwarzer Körper charakterisiert. Um dieses Gesetz theoretisch erklären zu können, musste Max Planck akzeptieren, dass die Oberfläche eines schwarzen Körpers nur diskrete und nicht kontinuierliche, zur Frequenz proportionale Energiemengen mit dem elektromagnetischen Feld austauschen kann. Planck selbst stellte sich indessen nur den Energieaustausch quantisiert vor, nicht jedoch die elektromagnetische Strahlung an sich.
Physiologie
Lehre von der Funktionsweise des Körpers und seiner Organe.
physiologische Bedingungen
„Natürliche“ oder „den normalen Lebensvorgängen entsprechende Bedingungen. Die normalen Abläufe und Körperfunktionen des menschlichen Organismus laufen unter physiologischen Bedingungen ab.
Pitta
Einer der drei Ayurveda Typen. Pitta repräsentiert das Energieprinzip. Sein Element ist das Feuer, welches hier für Hitze steht. Ihm zugeordnet sind der Sehsinn, die Augen und auch die Geschlechtsorgane. Pitta hat seinen Sitz im Magen, im Zwölffingerdarm und im Dünndarm und ist für folgende Aspekte verantwortlich: den Stoffwechsel, die Verdauungstätigkeiten, den Wärmeaustausch im Körper, den Intellekt, den Hormonhaushalt und den emotionalen Ausdruck.
Polioviren
Polioviren sind RNA-Viren, die zur Gruppe der Enteroviren gehören (fäkal-orale Übertragung, z. B. durch verunreinigtes Trinkwasser oder Lebensmittel) Diese lösen Polio(-myelitis) (Kinderlähmung) aus. Das Poliovirus ist weltweit verbreitet. Man unterscheidet drei Typen des Virus: A) Typ I: häufigster Erreger, der eine schwere Erkrankung auslöst, B) Typ II: verursacht nur eine leichte Erkrankung und C) Typ III: verursacht eine schwere Erkrankung, ist jedoch relativ selten. Durch die orale Aufnahme (über den Mund) gelangt das Virus in den Darm und vermehrt sich in der Darmwand und den Lymphknoten. Dringt das Virus auch in das Blut vor, kann auch das zentrale Nervensystem (ZNS) betroffen sein. Es befällt dann die Motoneurone im Vorderhorn des Rückenmarks und in der Hirnrinde. Das Virus ist im Stuhl der Betroffenen nachweisbar und sogar von Infizierten, die selbst keine Krankheitssymptome zeigen.
Polypeptid
Kurzkettiges Peptid, bestehend aus 10 bis 100 Aminosäuren, die über Peptidbindungen – Bindung zwischen der Carboxygruppe und der Aminogruppe des α-Kohlenstoffatoms von zwei Aminosäuren – kettenförmig miteinander verknüpft sind.
Primärurin / Primärharn
Weitgehend eiweißfreies Ultrafiltrat, das bei der Durchblutung der Nieren von den Malpighi-Nierenkörperchen gebildet wird und im Wesentlichen als noch unkonzentrierter Harn bezeichnet werden kann. Pro Tag entstehen in den Nieren rund 180 Liter Primärharn.
Proband
Testperson.
Probiotisch
Bestimmte (Milchsäure-) Bakterien, die „probiotischen Lebensmitteln“ zugesetzt werden und nach der Aufnahme mit der Nahrung im Darm des Menschen positive Wirkungen hervorrufen sollen.
Prophylaktisch
Krankheiten und Unfälle vorbeugend.
Protein (Eiweiß)
Makromoleküle, deren Grundbausteine die Aminosäuren darstellen. Diese aneinandergereiht ergeben zunächst eine zweidimensionale Peptidkette, die sich in dreidimensionale (funktionelle) Domänen (Abschnitte) strukturieren, welche in der vorgegebenen Abfolge schließlich das fertige Protein gliedert. Die genaue Aminosäuresequenz, gewissermaßen der Bauplan der Eiweiße/Proteine ist in Form der Gene innerhalb der DNS verschlüsselt. Proteine sind die Baustoffe für Zellen und Gewebe, zum Beispiel Muskelfasern, Organe und Blut. Aber auch Enzyme, verschiedene Hormone, etwa Insulin, und die Antikörper des Immunsystems sind aus Aminosäuren aufgebaut. Da unsere Körperzellen ständig erneuert werden, sind sie auf die regelmäßige Zufuhr von Protein angewiesen.
Proteinabschnitt / Proteindomäne
Kompakte Einheit von Polypeptidketten in Proteinen mit stabiler, meist geschlossener dreidimensionaler Raumstruktur von etwa 100-400 Aminosäurebausteinen, die oftmals durch flexible Peptidsegmente verbunden sind und funktional und strukturell unabhängig von den benachbarten Abschnitten sind.
Protolyse
Übertragung eines Wasserstoffions (Proton, H+) zwischen zwei Reaktionspartnern.
Proton
A) Wasserstoffion (H+) B) Positiv geladenes Teilchen, das zusammen mit dem Neutron als sogenannte Nukleonen Bestandteile des Atomkerns eines Elementes darstellen.
Psoriasis
Siehe Schuppenflechte.
Psychosomatik
Lehre von den psychisch verursachten körperlichen Krankheiten und Beschwerden. Das entsprechende Adjektiv ist psychosomatisch. Man spricht von psychosomatischen Beschwerden, wenn keine körperlichen Ursachen festzustellen sind.
Puffersystem des Blutes
Komplexes Puffersystem, das den pH-Wert des Blutes in sehr engen Grenzen hält (zwischen 7,35 und 7,45). Es werden vier Puffersysteme im Blut unterschieden: A) das Hämoglobin in den Erythrozyten, B) das Kohlensäure-Bicarbonatsystem, C) die Phosphatpuffer und D) die Plasmaproteine (Albumine und Globuline).
Quantenphysik
Teilbereich der Physik, der alle Theorien, Modelle und Konzepte, die auf die Quantenhypothese von Max Planck zurückgehen, zusammenfasst. Diese besagen in der Summe, dass bestimmte physikalische Größen nicht jeden beliebigen Wert annehmen können, sondern lediglich festgelegte diskrete Werte. Ein Beispiel dazu ist u. a. der Welle-Teilchen-Dualismus. Plancks Hypothese war um 1900 notwendig geworden, weil die klassische Physik z. B. bei der Beschreibung des Lichts oder des Aufbaus der Materie an ihre Grenzen stieß.
Radikal-/Oxidansfänger
Verbindungen, Teilchen, Ionen, die mindestens ein ungepaartes Elektron enthalten. Aufgrund ihrer starken Elektronenaffinität – sie sind starke Elektronenakzeptoren bzw. Oxidationsmittel (vgl. Oxidans) – sind diese enorm reaktiv und deshalb sehr kurzlebig. Im Stoffwechsel sind sogenannte freie Radikale allgegenwärtige Zwischenprodukte. An erster Stelle stehen dabei Sauerstoffradikale, die an den Alterungsprozessen lebender Zellen beteiligt sind. Sie können genetische Defekte auslösen, die zu Krebsbildung und erblichen Schäden führen können. Radikale sind auch für die biologischen Strahlenschäden verantwortlich, die dadurch entstehen, dass ionisierende Strahlung Elektronen aus den Verbindung herausschießen und diese damit erst zu dieser reaktiven Spezies macht. Antioxidantien (Radikalfängern) neutralisieren Radikale. In der Haut übernehmen Melanine diese Aufgabe. Weitere zentrale Radikalfänger in unserem Organismus sind die Vitamine A, C und E. Ggs. Antioxidans.
Radioaktivität
Die Eigenschaft von Atomkernen sich spontan in andere umzuwandeln, wobei Energie in Form von Teilchen bzw. ionisierende Strahlung (siehe dort) frei wird, wird als Radioaktivität bezeichnet. Die Ursache sind instabile Kerne (Nuklide), die aufgrund eines Überschusses an Protonen oder Neutronen vorliegt. Je nachdem, ob radioaktive Nuklide (Radionuklide) in der Natur vorkommen oder künstlich durch Kernreaktionen hergestellt werden, unterscheidet man Natürliche oder Künstliche Radioaktivität. Wenn man sich in einer verstrahlten Umgebung aufhält oder radioaktive Stoffe, etwa durch die Nahrung, in sich aufnimmt, dann führt die Gammastrahlung dazu, dass die Erbinformation (DNS) in der Zelle beschädigt wird. Diese Beschädigung kann zu schlimmen und tödlichen Krankheiten u. a. Krebs führen.
Rasayanas
Ayurvedische Lehre von der Verjüngung des Körpers. Als „Rassaijana“ ausgesprochen – mit der Betonung auf der zweiten Silbe – ist der Bereich der altindischen Wissenschaft vom Leben, der sich mit der Unterstützung der körperlichen und geistigen Gesundheit befasst. Die Lehre befasst sich mit der Jugendlichkeit und Vitalität bis ins hohe Alter.
Reaktive Sauerstoffspezies (ROS)
Für höhere Organismen schädigende Formen des Sauerstoffs, die oxidativen Stress auslösen und damit Alterungsprozesse beschleunigen und eine Reihe von Krankheiten verursachen, u. a. Krebs. Zu den reaktiven Sauerstoffspezies gehören:
  • Hyperoxid Anion (O2-)
  • Hydroxyl-Radikal (HO·)
  • Peroxylradikal (ROO·)
  • Alkoxylradikal (RO·)
  • Wasserstoffperoxid (H2O2)
  • Hydroperoxid (ROOH)
  • Ozon (O3)
  • Hypochlorit-Anion (OCl-)
  • Singulett-Sauerstoff (1O2)
 
Redoxpotential
Elektronenübertragungspotential, die in einem Redoxsystem durch Elektronenbewegung vom Elektronendonor (Reduktionsmittel) zum Elektroneakzeptor (Oxidationsmittel) erzeugte elektrische Spannung definiert. Das Redoxpotential eines Redoxpaares charakterisiert dessen reduzierende bzw. oxidierende Wirkung in wässriger Lösung. Je stärker positiv das Potential eines Elementes ist, umso größer ist seine Oxidationsfähigkeit (die Neigung Elektronen aufzunehmen) und andererseits wächst mit stärker negativem Potential die Reduktionsfähigkeit (die Neigung Elektronen abzugeben) eines Elementes oder einer Verbindung.
Resistenz
Unempfindlichkeit eines Organismus gegenüber schädlichen äußeren Einwirkungen.
Rheuma
Krankheit, die sich durch Schmerzen und Funktionseinschränkungen am Bewegungssystem (Gelenke, Wirbelsäule, Knochen, Muskeln und Sehnen) charakterisiert. Frei aus dem griechischen wird Rheuma mit „ziehendem Schmerzen" übersetzt. Stand heute kennt man mehr als 100 unterschiedliche rheumatische Krankheitsbilder. Viele von diesen betreffen nicht nur das Bewegungssystem. Es können auch die Haut, die inneren Organe oder das Nervensystem betroffen sein. Man unterscheidet vier Hauptgruppen rheumatischer Erkrankungen: A) Entzündlich rheumatische Erkrankungen - wie Rheumatoide Arthritis (RA), Morbus Bechterew, Kollagenosen und Vaskulitiden. B) Degenerative rheumatische Erkrankungen - wie Arthrose. C) Krankheiten des Bewegungssystems durch Stoffwechselstörungen - z. B. bei Osteoporose, Gicht oder Diabetes. D) Rheumatische Schmerzkrankheiten („Weichteilrheumatismus“) - wie Fibromyalgie. Rheuma betrifft nicht nur ausschließlich ältere Menschen, insbesondere entzündlich-rheumatische Erkrankungen wie die Juvenile Idiopathische Arthritis treten sogar schon im Kleinkind- sowie auch im Kindes- und Jugendalter auf und bedürfen entsprechender Therapie.
Röntgenbeugungsanalyse
Zerstörungsfreie Strukturanalyse von Feststoffen mit regelmäßiger Struktur (Kristall). Die zu untersuchende Probe wird mit monochromatischem (monofrequentem) Röntgenlicht bestrahlt und die Streustrahlung bestimmt. Röntgenstrahlen können aufgrund ihres Wellencharakters in einem Kristall gebeugt werden, der wegen der geringen Abstände der vorliegenden Atome wie ein fein strukturiertes Beugungsgitter funktioniert. Die entstehenden Interferenzmuster (addierende und subtrahierende Überlagerung der Wellen) lassen sich rechentechnisch auswerten und geben Auskunft über die räumliche Anordnung der Atome oder Ionen im Kristallgitter. Die Röntgenbeugungsanalyse findet u. a. Anwendung bei der strukturanalytischen Aufklärung von Naturstoffen, pharmazeutischen Wirkstoffen, Biomolekülen, etc.
Salzsäure
Chemische Summenformel: HCl. Chlorwasserstoff-Gas gelöst in Wasser zählt zu den Mineralsäuren. Der maximal gelöste Anteil liegt bei etwa 35 bis 40 %. Bei dieser Konzentration spricht man von rauchender (hochkonzentrierter) Salzsäure, da das Gas wieder aus der Lösung austritt. Die Salze dieser Säure heißen Chloride. Das bekannteste Chlorid ist unser Kochsalz (Natriumchlorid, NaCl). 0,5 %ige Salzsäure hat als Bestandteil der Magensäure physiologische Relevanz. Bei der Mangelerscheinung von Salzsäure im Magen (Anazidität) kann diese therapeutisch zugeführt werden.
SanaQuant
Durch Energie strukturierte Einheit, um zwischenzeitlich ein systemisches Chaos zu entwickeln, das nachfolgend eine geordnete Struktur und ausgeglichene Systemabläufe gewährleistet.
sarkoplasmatisches Retikulum
Eine spezialisierte Form des endoplasmatischen Retikulums – Zellorganell, welches als schlauchartige, labyrinthartige Struktur innerhalb der Zellen Synthese- und Speicherungsaufgaben erfüllt – welches in den Myozyten der glatten und quergestreiften Muskulatur zu finden ist. Es dient als Speicher für Calciumionen. Diese werden beim Erreichen des Aktionspotenzials in das Zytoplasma der Muskelzellen ausgeschüttet und diffundieren zwischen den Aktin- und Myosinfilamente der Muskelfibrillen. Dadurch wird das Ineinandergleiten dieser Filamente bzw. die Kontraktion der Muskelfaser ausgelöst. Beim Abklingen des Aktionspotentials werden die Calciumionen wieder in das sarkoplasmatische Retikulum zurück transportiert.
Sauerstoff
Farb- und geruchloses Gas. Sauerstoff tritt in molekularer Form überwiegend als zweiatomiges Molekül auf und ist ein sogenanntes kovalentes Homodimer: O2. Er gehört zur Familie der Chalkogene („Erzbildner“) und ist in Wasser und in Ethanol (Trinkalkohol) schwach löslich, wobei die Löslichkeit mit zunehmender Temperatur abnimmt. Er ist sehr reaktionsfreudig und verbrennt die meisten Elemente unter Feuer- und Lichterscheinung zu ihren Oxiden. Die entsprechende Reaktion wird als Oxidationen bezeichnet. Dazu zählen neben der Verbrennung, auch der Rostvorgang (Oxidation von Eisen) oder die Atmung (physiologische Oxidation von Wasserstoff). Je höher die Sauerstoffkonzentration ist, umso heftiger ist die Reaktion. Bei der Knallgasreaktion wird Wasserstoffgas unter heftiger Geräusch- und Flammenentwicklung zu Wasserdampf verbrannt. Sauerstoff ist Bestandteil zahlreicher chemischer Verbindungen, wie z. B. von anorganischen Mineralsäuren (Kohlensäure, Phosphorsäure, Salpetersäure, Schwefelsäure, etc.) und deren entsprechenden Salzen (Carbonate, Phosphate, Nitrate, Sulfate, etc.), von Gesteinen und Mineralien (Silikate, Feldspäte, Glimmer, Quarze, etc.) von Laugen (Kali-, Natronlauge, etc.), von Alkoholen (Methanol, Ethanol, Propanol, etc.) von Aldehyden (Formaldehyd, Acetaldehyd, etc.), von Ketonen (Aceton, Cyclohexanon, etc.) und organischen Säuren (Ameisensäure, Essigsäure, Zitronensäure, etc.). Sauerstoff ist das häufigste Bioelement im menschlichen Körper (63 % Gewichtsanteil). Dabei sind die meisten seiner Atome im Körperwasser gebunden. Im natürlichen Stoffwechselkreislauf produzieren Pflanzen mittels Fotosynthese Sauerstoff und Kohlenhydrate aus Kohlendioxid und Wasser. Den Sauerstoff benötigen wiederum Mensch und Tiere zur Energiegewinnung unter Freisetzung von Kohlendioxid und Wasser (siehe Atmungskette). Eine, das gesunde Maß übertreffende Konzentration an reaktiven Sauerstoffspezies im Organismus kann sich schädigend auswirken. Diese beschleunigt den Alterungsprozess durch oxidativen Stress (siehe dort) und kann zudem Auslöser für die Entwicklung von Krebs sein.
Schalltherapie
Unterstützende Therapieform bei zahlreichen Heilungsprozessen in der Human- und Tiermedizin. Diese stützt sich auf die Anwendung von Schwingungen im Frequenzbereich außerhalb des menschlichen Hörfrequenzbereichs, von Infraschall (unterhalb von etwa 16–20 Hz) bis Ultraschalls (oberhalb von etwa 16 kHz). Diese Schwingungen sollen den Organismus wieder in sein natürliches Gleichgewicht zurückführen. Die Schalltherapie wird unterstützend bei der Behandlung von Knochenbrüchen, Gelenkserkrankungen, Prellungen, Durchblutungsstörungen, Entzündungen, Traumata sowie bei bestimmten Organschwächen eingesetzt.
Schlaganfall
Akute Durchblutungsstörung im Gehirn. Weitere Synonyme sind Apoplex bzw. Apoplexie, Gehirnschlag, Hirninsult, apoplektischer Insult oder zerebraler Insult. Der Schlaganfall hat zur Folge, dass Gehirnzellen zu wenig Sauerstoff und Nährstoffe erhalten, wodurch diese schließlich absterben. Es kommt zu Ausfällen bei Gehirnfunktionen, wie z. B. Taubheitsgefühle, Lähmungserscheinungen, Sprach- oder Sehstörungen. Bei einer schnellen Behandlung können sich Symptome teilweise wieder zurückbilden. In schwerwiegenden Fällen können diese jedoch irreversibel (unumkehrbar) bleiben. Ein schwerer Schlaganfall kann zum Tod des Betroffenen führen. Hinsichtlich der Ursache gibt es zwei Hauptformen: A) den ischämischen (akute Minderdurchblutung durch ein verstopftes Blutgefäß im Gehirn ausgelöst durch ein Blutgerinnsel) und B) den hämorrhagischen Apoplex (Durchblutungsstörung durch Hirnblutung).
Schuppenflechte
Psoriasis, ist eine gutartige, chronisch-entzündliche und immer wiederkehrende Hautkrankheit mit starker Schuppenbildung. Häufig wird diese von starkem Juckreiz begleitet. Es gibt mehrere Formen der Schuppenflechte, die je nach ihrem Aussehen und der betroffenen Körperpartie unterschieden werden. Die genauen Ursachen der Krankheitsentstehung sind bislang noch nicht hinreichend verstanden. Die Schuppenflechte ist genetisch begründet und definitiv nicht ansteckend. Dabei erfolgt die Vererbung nicht direkt. Es besteht also lediglich ein erhöhtes Risiko, zu erkranken, wenn bereits Fälle in der Familie aufgetreten sind. Meist erscheinen erste Symptome im frühen Erwachsenenalter, aber das Leiden kann auch in jeder Altersgruppen ausbrechen.
Schüßler-Salze
Alternativmedizinische Präparate von Mineralsalzen in homöopathischer Dosierung (Potenzierung). Diese Therapieform geht auf den Arzt Wilhelm Heinrich Schüßler (1821–1898) zurück und beruht auf der Theorie, dass Krankheiten generell durch Störungen des Mineralhaushalts der Körperzellen verursacht werden. Durch die Einnahme von homöopathischen Mengen an Mineralien können diese demzufolge geheilt werden. Diese Annahme ist umstritten, da die Wirksamkeit der Schüßler-Salze für die Wissenschaft als bislang nicht nachgewiesen gilt. Die eingesetzten Mittel umfassen 12 Funktionsmittel und 15 Ergänzungsmittel. Die Ergänzungsmittel wurden von verschiedenen Anhängern der Schüßlerschen Biochemie eingeführt.
Se2+
Zweifach positiv geladenes Kation des Selens.
Sekrete / Sekretion
Alle Substanzen, die ein Organismus an innere oder äußere Oberflächen bzw. in die Körperflüssigkeiten abgibt. Verantwortlich dafür sind Drüsen sowie drüsenähnliche Organe und Zellverbände. Je nach Körperregion und Art der Ausscheidung unterscheidet man zwischen Inkreten (in Blut und Lymphgefäß abgegebene Produkte) und Exkreten (Exkrement = Stoffwechselendprodukte). Im erweiterten Sinne zählen auch die Wundsekrete zu den Sekreten.
Sekundärmetabolit
Auch als sekundäres Stoffwechselprodukt bezeichnet, ist eine chemische Verbindung, die von Bakterien, Pilze und Pflanzen produziert wird. Im Gegensatz zu einem Primärmetabolit (Zucker, Aminosäure, etc.) scheint diese Art von Substanz für das Wachstum und Überleben des Produzenten aber nicht notwendig zu sein.
Semipermeable Membran
Halbdurchlässige Membran, die sich dadurch auszeichnet, nur für bestimmte Stoffe durchlässig zu sein. Wasser kann die Membran immer passieren, die darin gelösten Substanzen wie z.B. Zucker oder Salze jedoch nicht. (siehe Osmose)
Sodbrennen
Auch als Magenbrennen bezeichnet, beschreibt einen vom Oberbauch aufsteigenden, brennenden und schmerzhaften Reiz hinter dem Brustbein, der unter Umständen bis zum Hals und Rachen ausstrahlt. Diese wird häufig von saurem oder bitterem Aufstoßen begleitet und ist das Hauptsymptom der Refluxkrankheit bzw. Refluxösophagitis (Magenmundstörung).
Spurenelemente
Chemische Elemente, die zu den Mikronährstoffen zählen und für Lebewesen essentiell nötig sind. Mit Bezug auf den Massenanteilen machen diese weniger als 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht aus. Bei einer Konzentration von weniger als 1 Mikrogramm pro Kilogramm wird auch von Ultraspurenelementen gesprochen. Für den Menschen essentielle Spurenelemente (bzw. Ultraspurenelemente) sind: Chrom (Cr), Cobalt (Co), Eisen (Fe), Iod (I, bzw. Aufnahme als Iodid [I-]), Kupfer (Cu), Mangan (Mn), Molybdän (Mo), Selen (Se), Silicium (Si) und Zink (Zn). Für den Menschen vermutlich essentielle Spurenelemente sind: Arsen (As), Nickel (Ni), Rubidium (Rb), Zinn (Sn) und Vanadium (V).
Stoffwechsel
Siehe Metabolismus.
Summenformel
Auch als Bruttoformel bezeichnet, gibt in der Chemie die Art und Anzahl der Atome einer chemischen Verbindung an.
Suspensionsversuch
Methode zur Charakterisierung einer Substanzeinwirkung mit entsprechender Konzentration auf eine Suspensions- oder Schüttelkultur.
Symbiose
Zusammenleben zweier Lebewesen verschiedener Arten zu beiderseitigem Vorteil. Je nach Grad der wechselseitigen Abhängigkeit werden folgende Formen unterschieden: A) Protokooperation (Allianz – beide Arten ziehen ihren Vorteil aus der Gemeinschaft, sind aber auch alleine lebensfähig), B) Mutualismus (Regelmäßige, aber nicht unbedingt lebensnotwendige Beziehung der Symbionten), C) Eusymbiose, (Partner sind alleine nicht lebensfähig). Anhand der räumlichen Beziehung ist folgende Einteilung definiert: A) Ektosymbiose (Die Symbiosepartner sind körperlich getrennt, wie etwa Blüten und ihre Bestäuber) und B) Endosymbiose (einer der Partner wird in den Körper des anderen aufgenommen, wie etwa bestimmte Bakterien im Darm von Menschen und Tier). Schließlich wird noch nach Art des erzielten Nutzens differenziert: A) Fortpflanzungssymbiose (z. B. Bienen und Blütenpflanzen) B) Symbiose zum Schutz vor Feinden (z. B. Ameisen und Blattläuse).
Systemische Mykosen
Durch Pilze verursachte Infektionskrankheit, bei denen der Erreger in der Regel über die Lunge in den Blutkreislauf des Betroffenen gelangt und innere Organe befällt. Die daraus resultierenden Erkrankungen sind sehr schwer zu behandeln und können tödlich enden. Sie befallen bevorzugt Menschen mit einem sehr geschwächten Immunsystem, wie z. B. Patienten nach einer Operation, nach einer Transplantation, nach einer Chemotherapie oder solche, die an einer Immunschwächekrankheiten leiden wie z. B. AIDS.
Tannine
Siehe Gerbsäure.
Telomere
Nicht kodierende, einzelsträngige Enden der Chromosomen. Es sind Strukturelemente der DNS, die für dessen Stabilität verantwortlich sind. Mit jeder Zellteilung verkürzen sie sich, bis schließlich eine kritische Länge unterschritten wird und die Zelle in den programmierten Zelltod (Apoptose) oder Alterungsprozess (Seneszenz) übergeht. Das Enzym Telomerase kann diese Verkürzung wieder ausgleichen, jedoch ist dieses bei mehrzelligen Organismen nur in Keimzellen, Stammzellen, Zellen des Immunsystems und Krebszellen aktiv.
Thrombose
Vollständiger oder anteiliger Verschluss eines Blutgefäßes durch ein Gerinnsel, das den Blutfluss stört. Den Vorgang, dass ein Blutpfropfen eine Ader verstopft, nennt man Embolie. Typische arterielle Embolien sind Herzinfarkte und Schlaganfälle. Auch die Lungenembolie wird dort eingeordnet (Verschluss einer Lungenarterie, Ausgangspunkt ist meist ein Gerinnsel aus den Beinvenen). Dies führt dazu, dass ein Teil der Lunge nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt wird, was die Sauerstoffaufnahme beeinträchtigt. Sie ist eine nicht seltene Komplikation der Thrombose und kann tödlich sein, wenn diese zu spät entdeckt wird und keine sofortige medizinische Versorgung erfolgt.
Toxizität
Beschreibt die Giftigkeit einer Substanz. Diese ist unter anderem von ihren chemischen und physikalischen Eigenschaften, von der Art, Dauer und Häufigkeit des Ausgesetzt-Seins (Exposition), sowie von der genetischen Konstitution des aufnehmenden Organismus abhängig. In der Pharmakologie wird als Messgröße für die Toxizität meist die mittlere letale Dosis (LD50) oder die mittlere letale Konzentration (LC50) verwendet, die im Tierversuch ermittelt wird. Eine andere Messgröße ist die in der Zellkultur beobachtete Inhibition Growth Concentration (IGC50).
Tranquilizer
Beruhigungsmittel. Die meisten Arzneistoffe dieser Art sind Mitglieder der Benzodiazepingruppe. Außerdem werden Neuroleptika in niedrigen Dosierungen, aber auch Antihistaminika und Phytopharmaka (z. B. Extrakte aus Baldrian) verwendet.
Trihalogenmethane (THM)
Organische Verbindungen, die zu den Halogenalkanen gehören. Abgeleitet vom Methan (CH4) sind drei Wasserstoffatome durch Halogene ersetzt (CHX3 mit X = Fluor, Chlor, Brom oder Iod). Diese entstehen als Nebenprodukte bei der Desinfektion von Trinkwasser und der Wasseraufbereitung im Schwimmbad. Mit Chlor oder Chlorbleichlauge bilden sich Trihalogenmethane. Da entsprechende Grenzkonzentrationen gesundheitlich bedenklich sind, sind für THMs in der Summe Grenzwerte festgelegt, deren Einhaltung analytisch überwacht werden müssen.
Trimer
Ist ein Molekül, das aus drei gleichen Untereinheiten (Monomeren) besteht.
Ulkus
Geschwür, Gewebsdefekt der Haut mit unterschiedlichem Ursprung und Auslöser, das bzw. der so tief reicht, dass kein Oberflächen- oder Tiefenepithel zur Reepithelisierung des Defektes (Bildung eines faserreichen Narbengewebes) mehr vorhanden ist. Ein Ulkus kann bis in die Subkutis (Unterhaut) hineinreichen. Die Abheilung erfolgt stets unter Ausbildung einer Narbe.
Ultraviolettstrahlung (UV-Strahlung)
Anteil der natürlichen Sonnenstrahlung, der die Wellenlängen von 100 nm bis 380 nm (Grenze zum sichtbaren Licht) umfasst. UV-Strahlung kann wenige Millimeter in den menschlichen Körper eindringen. Deswegen haben UV-Strahlen vor allem auf die Augen und die Haut einen Einfluss – aber auch auf das Immunsystem. Positive Auswirkungen sind A) Vitamin D-Bildung für den Calcium-Stoffwechsel, B) Stimulation des Immunsystem und C) UV-Strahlung wirkt stimmungsaufhellend. Therapeutischer Einsatz von UV-Strahlung bei A) Lichttherapie gegen depressiven Verstimmungen, B) Behandlung von Schuppenflechte (Psoriasis) oder Neurodermitis und C) Desensibilisierung von Patienten mit Sonnenallergie zur Vorbereitung der Haut auf stärkere Sonnenstrahlung. Negative Folgen bei zu lang einwirkender UV-Strahlen sind: A) Sonnenbrand, B) Juckreiz, C) Hautrötungen, D) Hautschwellungen, E) Schmerzen, F) Sonnenallergie, G) "Mallorca-Akne", H) Hautreaktionen bei gleichzeitiger Einnahme bestimmter Medikamente oder Verwendung kosmetischer Produkte (sog. photosensible Reaktion) und J) Bindehaut- oder Hornhautentzündung des Auges Folgende Spätfolgen könne sich nach ausgiebigen Sonnenbädern über Jahre hinweg einstellen: Die Augen betreffend: A) Grauer Star (Katarakt), B) Veränderungen der Bindehaut und C) Erkrankungen der Netzhaut (Retinopathie). Die Haut betreffend: A) frühzeitige Hautalterung, Faltenbildung, Pigmentflecken, Austrocknung, Bindegewebsschäden, B) erweiterte Poren, C) Mitesser, D) erweiterte Gefäße und E) Hautkrebs, z.B. Basaliom, Plattenepithelkarzinom, schwarzer Hautkrebs (Melanom) Auch für das Immunsystem ist zu viel UV-Strahlung nachteilig, da Infektionskrankheiten wie Lippenherpes häufiger auftreten können.  
Vaginalabstrich
Auch Scheidenabstrich genannt, gehört zum Spektrum der gynäkologischen Untersuchungen. Er dient zur Feststellung der aktuellen Zyklusphase bzw. der hormonellen Aktivität und zur Abklärung von Scheidenentzündungen und Krebserkrankungen.
Vata
Einer der drei Ayurveda Typen, welcher das Bewegungsprinzip im menschlichen Organismus repräsentiert. Es setzt sich aus den Elementen Äther und Luft zusammen und ist eng mit dem Nervensystem verbunden. Sein Grundsatz ist die Beweglichkeit, und sein Hauptsitz im Körper liegt unterhalb des Nabels in der Region vom Dickdarm. Alles, was sich in uns bewegt, wird von Vata kontrolliert, so auch die Atembewegung, die Verdauung, der Stoffwechsel und die Gedanken. Vata ist verantwortlich für folgende Aspekte: A) Bewegungsabläufe in den Körperzellen und Eingeweiden, B) Wachstumssteuerung, C) Regelung der Aktivität des Geistes und aller Sinnesorgane und D) Kontrolle der beiden anderen Doshas.
vegetatives Nervensystem (VNS)
Auch autonomes Nervensystem genannt, ist die selbständige Schaltzentrale in unserem Organismus und steuert eine Vielzahl an lebenswichtigen Körperfunktionen (z. B. Atmung, Verdauung und Stoffwechsel). Mit unserem Willen können wir weder den Anstieg des Blutdrucks, das Weiten von Adern oder den Speichelfluss kontrollieren. Durch übergeordnete Zentren im Gehirn und Hormonen wird das VNS überwacht. Im Zusammenspiel mit dem Hormonsystem sorgt es dafür, dass die Organe gut funktionieren. Über Nervenimpulse werden die Funktionen dann schnell an wechselnde Anforderungen angepasst. Dazu müssen Hormone zuerst mit dem Blutkreislauf zu den Zielorganen transportiert werden. Nach dem Verlauf der Nervenstränge und ihrer Funktion werden drei Bereiche des vegetativen Nervensystems unterschieden: A) Sympathikus, B) Parasympathikus und C) Eingeweidenervensystem (enterisches Nervensystem) Die Nervenbahnen des Sympathikus und Parasympathikus führen vom zentralen Nervensystem (ZNS = Gehirn und Rückenmark) aus zu den Organen. Sie enden u. a. an Muskelzellen der Darmwand, des Herzens, an den Schweißdrüsen oder Muskeln, die die Pupillenweite regulieren. Sympathikus und Parasympathikus agieren grundsätzlich als Gegenspieler. Jedoch ergänzen sie sich bei manchen Funktionen. Das enterisches Nervensystem stellt das Nervengeflecht zwischen den Muskeln in der Darmwand dar. Dieses arbeitet zwar prinzipiell unabhängig, wird aber stark vom Parasympathikus und Sympathikus beeinflusst. Das enterische Nervensystem ist generell für die Verdauung zuständig. Z. B. erhöht es die Intensität der Darmperistaltik, fördert die Durchblutung in der Darmwand und sorgt dafür, dass mehr Flüssigkeit in den Darm abgegeben wird.
Viruzid / viruzid
Verbindungen und Substanzen, die Viren inaktivieren oder die Proteinhüllen dieser zerstören bzw. das virale Erbgut irreversibel (unumkehrbar) schädigen. Die zugehörige Eigenschaft nennt man viruzid („virustötend“).
Vitamin B12
Sammelbegriff für verschiedene Cobalamin-Verbindungen, die zu den Vitaminen der B-Gruppe gehören. Je nachdem welches Atom beziehungsweise Molekül am zentralen Cobaltatom substituiert ist, heißt die Verbindung Aqua-, Adenosyl- oder Hydroxycobalamin sowie Cyano- und Methylcobalamin. Vitamin B12 ist in Form der Coenzyme Methylcobalamin und 5-Desoxyadenosyl-cobalamin an verschiedenen Stoffwechsel-Reaktionen beteiligt. Das Vitamin übernimmt wichtige Funktionen im Bereich des Eiweißstoffwechsels und des Nervensystems, sowie bei der Bildung roter Blutkörperchen. Des Weiteren trägt es zur Regeneration der Schleimhäute bei und unterstützt das Zellwachstum und die Zellteilung.
Vitamin C
Auch als Ascorbinsäure bezeichnet, ist in Obst und Gemüse, besonders reichlich jedoch in Sanddorn, Paprika, Hagebutten und Zitrusfrüchten enthalten. Vitamin C kann schnell reversibel (umkehrbar) oxidiert und reduziert werden und ist deshalb ein wichtiges Redox-Agens vieler Reaktionen im Stoffwechsel und ein äußerst effektives/r Oxidans bzw. Radikalfänger. Es unterstützt die Bildung von Hormonen in den Nebennieren, unterstützt die Kollagenbildung und regt das Wachstum und die Vermehrung durch Teilung der weißen Blutkörperchen (Leukozyten) an. Weiterhin dichtet es Kapillargefäße ab, wandelt viele Metallionen (z.B. das Eisen-Kation, benötigt für die Bildung des Hämoglobins) in eine für den Körper verwendbare Form. Eine Mangelerscheinung durch Vitamin C-Hypovitaminose (Unterversorgung) ist Skorbut, eine Krankheit, die durch Zahnausfall, Müdigkeit, Blutungen, Infektanfälligkeit und Muskelschwäche gekennzeichnet ist.
Vitamine
Organische Verbindungen, die der Organismus für lebenswichtige Funktionen benötigt, jedoch nicht in ausreichender Menge synthetisieren kann. Daher müssen diese mit der Nahrung aufgenommen werden. Manche Vitamine werden als Vorstufen, als sogenannte Provitamine zugeführt, die der Körper in die Wirkform umwandeln kann. Man unterscheidet in fettlösliche (lipophile) und wasserlösliche (hydrophile) Vitamine. Chemisch gesehen, bilden die Vitamine keine einheitliche Stoffgruppe. Da es zumeist recht komplexe organische Moleküle sind, kommen sie in der unbelebten Natur nicht vor und müssen von Pflanzen, Bakterien oder Tieren produziert werden.
Wasserstoff-Brücke(nbindung)
Durch Ladung initiierte Wechselwirkung, bei dem ein Wasserstoffatom, einerseits über eine kovalente Elektronenpaarbindung mit einem elektronegativeren Partner verbunden ist und gleichzeitig von einem freien (ungebundenen) Elektronenpaar eines zweiten elektronegativeren Atoms angezogen wird. Als elektronegativere Partner fungieren z. B. Sauerstoff, Stickstoff oder Fluor. Die Anziehungskraft zwischen dem partiell positiv geladenen Wasserstoff-Atom, die aufgrund der kovalenten Bindung mit dem elektronegativeren Partner zustande kommt und dem Atom mit dem ungebundenen Elektronenpaar ist eine elektrostatische Dipol-Dipol-Wechselwirkung. Wasserstoffbrückenbindungen (H-Brücken) werden oft in chemischen Strukturformeln als gepunktete Linie dargestellt. Diese sind deutlich schwächer als kovalente und ionische Bindungen. Ihre Existenz verleiht Molekülen aber einen im Verhältnis zur Molmasse höheren Schmelz- und Siedepunkt. H-Brücken innerhalb und zwischen Molekülen haben einen wichtigen Einfluss auf die dreidimensionale Struktur von Biomolekülen, wie z. B. Peptiden und Nucleinsäuren.
Wasserstoffperoxid
Chemische Summenformel H2O2. Wasserstoffperoxid ist eine blassblaue, in verdünnter Form farblose, weitgehend stabile Flüssigverbindung, die etwas zähflüssiger als Wasser ist. Ferner ist es eine schwache Säure und ein sehr starkes Oxidationsmittel, welches die Verwendung als starkes Bleich- und Desinfektionsmittel begründet. In hochkonzentrierter Form ist es sowohl als Einzel- als auch als Komponentenraketentreibstoff einsetzbar. Generell ist reines Wasserstoffperoxid zytotoxisch (zellschädigend) und wirkt gegenüber Bakterien desinfizierend. Es entsteht bei vielen biochemischen Prozessen. Im biologischen Kreislauf entsteht es durch die oxidative Verstoffwechselung von Zucker. Der Organismus schützt sich wiederum gegen dessen toxische Wirkung mit enzymatischer Unterstützung in Form der Katalasen und Peroxidasen. Diese zersetzen H2O2 zu O2 und H2O. Die weibliche Eizelle produziert nach der Befruchtung vorübergehend Wasserstoffperoxid in geringer Konzentration, um die anderen Spermien abzutöten. Zudem stellt es ein Signalmolekül für die Induktion der pflanzlichen Abwehr von Pathogenen dar.
Wellen-Teilchen-Dualismus
Physikalische Erkenntnis, dass sich Licht wie eine elektromagnetische Welle verhält, aber ebenso auch Teilchencharakter besitzt. Das Wellenmodell beschreibt die Ausbreitung im Raum, das simultane Einwirken an verschiedenen Orten in unterschiedlicher Stärke und die Verstärkung bzw. Schwächung durch Überlagerung (Interferenz). In der Teilchenbeschreibung als Photon kann diesem jedoch unter Berücksichtigung der Heisenberg‘schen Unschärferelation entweder eine ortsgebundene Aufenthaltswahrscheinlichkeit zu einer festgelegten Zeit oder einen exakten Aufenthaltsort in einem bestimmten Zeitintervall zugeschrieben werden. Es ist nicht möglich, den Ort und den Impuls eines Teilchens gleichzeitig mit exakter Genauigkeit vorherzusagen.
Zapper
Gerät zur Erzeugung elektromagnetischer Schwingungen (für den Menschen ungefährlicher Strom), die schädliche Parasiten im menschlichen Körper zerstören. Diese Methode spielt bei der Hulda Clark-Therapie eine wichtige Rolle und wird zur tagtäglichen Reinigung des Körpers von Parasiten und Erregern verwendet.
Zellmembran
Semipermeable Doppelmembran, die bei den allermeisten pro- und eukaryontischen Zellen die äußere Begrenzung darstellt. Lediglich bei Pflanzenzellen, (Arche-)Bakterien, Pilze und Algen wird diese zusätzlich von einer Zellwand umhüllt. Die 6-9 nm dicke, elastisch verformbare und verhältnismäßig stabile Zellmembran grenzt das Zellinnere, den Intrazellularraum mit dem Zyto- bzw. Cytoplasma vom äußeren Extrazellularraum ab. Überwiegend bestehen Zellmembranen aus Lipiden (Fette) und Proteinen (Eiweiße). In Form von Glykolipide und Glykoproteine können diese an der Membranoberfläche mit einem Zuckermolekül oder einer Kohlenhydratkette – bestehend aus bis zu hundert Monosacchariden – verbunden sein. Das Verhältnis von Lipiden zu Proteinen ist abhängig von der Art der Stoffwechselaktivität der jeweiligen Zellen. Phosphoglyzerolipide, Glykoglyzerolipide und Cholesterol sind die häufigsten Lipide, die am Aufbau von Zellmembranen beteiligt sind. Lipide sind aus zwei funktionellen Teilen aufgebaut (amphipathisch), d. h. zeigen an beiden Molekülenden entgegen gerichtete Eigenschaften. Sie besitzen einen polaren hydrophilen (wasserliebend) Kopf sowie einen Schwanz, bestehend aus mindestens einer unpolaren, wasserabweisenden (hydrophoben) Kohlenwasserstoffketten. Bei den Membranproteinen unterscheidet man zwischen peripheren und integralen Formen. Periphere Proteine lagern sich außen durch elektrostatische Wechselwirkungen mit den polaren Kopfteilen an Lipide. Integrale Proteine reichen mit einem hydrophoben Molekülabschnitt in das unpolare Zentrum der Membran hinein. Transmembranproteine sind große Proteine bzw. Proteinkomplexe, die auf der Innen- und Außenseite der Membran sichtbar sind. Eine spezielle Kategorie bilden die Tunnelproteine, die im Inneren feine Kanäle bilden, die den Ein- bzw. Austritt kleiner Moleküle, Ionen und Wasser ermöglichen. Alle Bestandteile der Zellmembran sind frei beweglich und können sich gegeneinander verschieben, wobei die Beweglichkeit mit steigender Temperatur zunimmt. Die Funktionen der Zellmembran sind: A) Abgrenzung der Zelle gegenüber der äußeren Umgebung B) Regulierung des Wasserhaushaltes, und den Ein- und Auslass von Ionen und kleinen Molekülen C) aktiver Transport größerer Moleküle durch Kanalproteine, D) zur Kommunikation zwischen den Zellen und E) Freisetzen von Botenstoffen an dessen Oberfläche.
Zeolithe
Mineral, das geologisch zu den Gerüstsilikaten zählt, vulkanischen Ursprungs ist und vorwiegend aus Silikat- und Aluminiumverbindungen (SiO2 und Al2O3) besteht. Es hat eine stark entgiftende und reinigende Wirkung. Sein Einsatzgebiet reicht von der Umweltsanierung bis zur Entgiftungskur für Mensch und Tier. Bislang unterscheidet man über 40 Unterarten mit entsprechend andersgearteten Eigenschaften. Das in der Entgiftungstherapie eingesetzte Klinoptilolith-Zeolith verfügt durch seine Hohlräume sowie Kanäle (Gerüststruktur) über eine sehr große Oberfläche (1 Gramm Zeolith kann der inneren Oberfläche von 1000 Quadratmeter entsprechen) und besitzt enorme Ladungskräfte. Diese verleihen dem Mineral die Fähigkeit des Ionentausches. Dazu werden Mineralstoffe wie beispielsweise Magnesium aus dem Inneren der Zeolithe abgegeben und im Gegenzug Giftstoffe, wie beispielsweise Schwermetalle oder Stoffwechselendprodukt, in die porige Struktur aufgenommen. Im Herstellungsprozess wird dem Zeolith Wasser entzogen. Beim erneuten Kontakt mit Wasser wird dieses unter Wärmeentwicklung wieder aufgenommen. Diese Eigenschaft ist durch die ursprüngliche griechische Namensgebung manifestiert ("zeo" = ich siede und "lithos"= Stein) Klinoptilolith-Zeolith wirkt im Körper vom Darm aus. Es nimmt verschiedene Giftstoffe auf, bindet diese und leitet sie über den Stuhl (Kot) nach außen. Dadurch werden der Stoffwechsel und die Organe entlastet. Zeolith geht nicht ins Blut über. Zu den gebundenen Schadstoffen zählen u. a. Gase, Feuchtigkeit, Petrochemikalien, Ammonium, Schwermetalle (z.B. Blei, Quecksilber, Cadmium) und radioaktive Elemente (z.B. Caesium 137) Die Eigenschaften der Zeolithe sind abhängig von: A) der Grad der Zerkleinerung auf Mikro- bzw. Nano-Partikelgröße, B) der Zusammensetzung des mineralischen Ausgangsmaterials, C) der elektrischen Ladung für den Ionenaustausch und D) dem Reinheitsgrad.
Zirrhose
Pathologische (krankhafte) Vermehrung der organischen Bindegewebsanteile zu Lasten des Funktionsgewebes (Parenchyms). Dadurch verhärtet, vernarbt und schrumpft das betroffene Organgewebe. Meist ist das die Folge einer chronischen Entzündung. Sie ist das Ausgangssignal für die Wucherung (Proliferation) der Bindegewebszellen. Weitere Ursachen sind die Belastung des Gewebes mit Toxinen (Giftstoffe, z.B. Alkohol) oder schädigenden Stoffwechselprodukten. Zirrhosen treten in verschiedenen Organen wie Niere oder Lunge auf. Am häufigsten wird der Begriff aber mit der Leber verknüpft. Diese Form ist wegen langjährigen (übermäßigen) Alkoholkonsum oder aufgrund chronisch verlaufender Virusinfektionen wie Hepatitis B zurückzuführen.
Zn2+
Zweifach positiv geladenes Kation des Zinks.